Mönchengladbach

Der Anstieg der Väter in Elternzeit: Mönchengladbach im Vergleich

Elternzeit in Mönchengladbach: Wenige Väter nutzen die Möglichkeit

Im vergangenen Jahr bezogen in Mönchengladbach nur rund jeder fünfte Vater Elterngeld. Die Zahl der Väter, die diese Option wahrnehmen, ist leicht angestiegen – von etwa 960 vor fünf Jahren auf 1.030 im letzten Jahr. Trotz des landesweiten Trends, wonach immer mehr Väter in Elternzeit gehen, bleiben die meisten Familien von diesem Modell unberührt. Stattdessen entscheiden sich nach wie vor überwiegend Mütter dazu, zuhause bei ihren Kindern zu bleiben.

Interessanterweise zeigen die Zahlen auch Unterschiede in Bezug auf die Dauer des Elterngeldbezugs. Im Jahr 2023 bezogen Männer durchschnittlich nur rund fünf Monate Elterngeld, während Frauen im Schnitt fast 15 Monate davon profitierten. Diese Diskrepanz verdeutlicht die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Inanspruchnahme von Elternzeit.

In anderen Städten wie Köln ist die Nutzung der Elternzeit durch Väter höher, während in Gelsenkirchen vergleichsweise wenige Männer diese Möglichkeit in Anspruch nehmen. Die Gründe hierfür können vielfältig sein und hängen oft mit der Unterstützung durch den Arbeitgeber, gesellschaftlichen Erwartungen und individuellen Präferenzen zusammen.

Es bleibt jedoch wichtig, dass beide Elternteile die Möglichkeit haben, Beruf und Familie zu vereinbaren. Durch eine gerechte Verteilung von Elternzeit können nicht nur die Bindung zwischen Vätern und ihren Kindern gestärkt, sondern auch traditionelle Rollenbilder aufgebrochen werden. Dies kann langfristig zu einer ausgewogeneren Work-Life-Balance und einem positiven Familienklima führen.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Martin Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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