Am 22. Oktober 2022 ereignete sich ein tödlicher Mord vor einem Fitnessstudio in Köln-Kalk, bei dem der 32-jährige Davide K. erschossen wurde. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:45 Uhr, als der Täter, der vor dem Studio wartete, das Feuer auf K. eröffnete. Nach Angaben der Polizei flüchtete der maskierte Angreifer auf einem E-Scooter. Davide K. wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo er später seinen Verletzungen erlag. Dies berichtet ksta.de.

Hintergründe des Mordes sind nach wie vor unklar, jedoch führt eine Spur in das Rockermilieu. Die Fahnder vermuten, dass der Mord in Zusammenhang mit einem Streit zwischen Davide K. und einem Rocker namens Hasan O. stehen könnte, der K. zur Zahlung von 100.000 Euro aufgefordert haben soll. Berichten zufolge verspottete K. die Rockeröffentlich, was als möglicher Auslöser für die Schießerei gilt. Auch der Vorfall selbst, bei dem mehrere Schüsse auf das Fahrzeug von K.s Mutter abgegeben wurden, lässt einen direkten Zusammenhang vermuten. Zudem wurde am 17. September eine Handgranate unter einem ausgebrannten BMW X6 gefunden, die mit den Ermittlungen in Verbindung steht.

Fahndung in den Niederlanden

Die Polizei hat in den Niederlanden nach dem Täter gefahndet, der mit Davide K. in Verbindung stehen soll. Dabei wurden Fahndungsfotos eines E-Scooter-Fahrers veröffentlicht, die in der Fernsehsendung „Opsporing Verzocht“ gezeigt werden sollen. Es wird vermutet, dass der gesuchte Täter Verbindungen in die Niederlande hat, wie blaulichtmyk.de berichtet.

In den vergangenen Wochen gab es mehrere Übergriffe auf das Umfeld von Davide K., was die Ermittler aufhorchen ließ. So wurde am 29. Januar 2023 ein Kiosk-Betreiber, der den Mord an K. kannte, schwer verletzt, nachdem er von einem maskierten Mann, der ebenfalls auf einem E-Scooter floh, angeschossen wurde. Die Polizei prüft die Verbindungen zu diesem Vorfall, während ein 16-jähriger Verdächtiger, der nach einem Sprengstoffanschlag in den Fokus der Ermittler geriet, kürzlich in den Niederlanden festgenommen wurde.

Ermittlungsstand und Ausblick

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen gibt es keine direkten Verbindungen zwischen dem Mord an Davide K. und der Serie von Sprengstoffanschlägen, die in Köln stattgefunden haben. Während die Polizei ihr Augenmerk weiterhin auf das Rockermilieu richtet, wird auf Zeugenhinweise gesetzt, um den Fall aufzudecken.

Die Kriminalstatistik in der Region Köln zeigt, dass die Polizei kontinuierlich gegen Gewaltverbrechen im Rockermilieu vorgeht, ein Thema, das auch von polizei.nrw ausführlich dokumentiert wird. Diese dramatische Entwicklung wirft Fragen zur Sicherheit in der Stadt und zur Rolle von organisierter Kriminalität auf, die in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat.