In Köln steht die politische Bühne erneut im Fokus, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl am 14. September 2025. Am Montagabend hat die CDU Markus Greitemann als ihren Kandidaten nominiert, der seit 2018 als Baudezernent der Stadt fungiert. Sein Werdegang umfasst zusätzlich eine achtjährige Tätigkeit in ähnlicher Funktion an der Universität Köln. Diese Nominierung markiert das Ende einer schwierigen Kandidatensuche für die CDU, die zunächst einen anderen Kandidaten in der Person von Parteichef Karl Mandl ernannt hatte, jedoch aufgrund interner Differenzen und dem vorzeitigen Ende des Ratsbündnisses mit Grünen und Volt eine Wende vollziehen musste.

Greitemann, ein Diplom-Ingenieur mit einem Hintergrund im Skisport, hat sich als entscheidungsfreudig und verantwortungsbewusst präsentiert. Der einstimmige Beschluss des Vorstandes zur Nominierung steht im Kontrast zu den vorherigen Schwierigkeiten, einen geeigneten Kandidaten zu finden. In einem Interview äußerte Greitemann klar, dass er bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen und sich den Herausforderungen zu stellen.

Kandidaten und politische Landschaft

Die politische Landschaft wird durch mehrere Kandidaten geprägt, wobei bisher vor allem Henriette Reker, die amtierende Oberbürgermeisterin, im Gespräch ist. Reker könnte eine dritte Amtszeit anstreben, hat jedoch ihre Zweifel und betont, dass sie genau beobachten wird, wer sich ins Rennen begibt. Die Herausforderungen der Stadt wie die Wohnraumproblematik und der Nahverkehr werden im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen.

Zusätzlich zu Greitemann und Reker haben auch andere Kandidaten ihre Ambitionen geäußert. So stellt die Kölner Grünen Partei mit Berîvan Aymaz eine eigene OB-Kandidatin auf, die sich für ein nachhaltiges Köln starkmacht. Hier eine Übersicht der aktuellen Kandidaten und ihrer Positionen:

Name Partei Positionen
Berîvan Aymaz Grüne Nachhaltigkeit, Wohnraumproblematik, Nahverkehr, Klimaneutralität 2035
Markus Greitemann CDU Konkrete Positionen noch nicht kommuniziert
Torsten Burmester SPD Bezahlbarer Wohnraum, Wirtschaftsförderung, Sicherheit, Bildung
Volker Görzel FDP Bürokratieabbau, Sicherheit, KVB-Verbesserungen
Mark Benecke Die Partei Tierrechte, Menschen mit Autismus
Inga Feuser GUT & Klimafreunde Klimaschutz, Mobilitätswende, bezahlbarer Wohnraum
Roberto Campione Kölner Stadt-Gesellschaft 11-Punkte-Plan, Sicherheit, Sauberkeit, Wohnungsbau

Der Wahlkampf wird spannend, da neben den Hauptkandidaten auch mögliche weitere Bewerber in der Diskussion sind. Dazu gehören Hans Mörtter und Vertreter anderer Parteien wie Die Linke, Volt oder die AfD. Die Bedingungen für die Kandidatur sind klar definiert: Mindestens 23 Jahre alt, Hauptwohnsitz in Deutschland, und es bedarf entweder einer Nominierung durch eine Partei oder 450 Unterschriften zur Bewerbung als Einzelkandidat.

Vergangene und kommende Veranstaltungen

Im Vorfeld der Wahl wird die Öffentlichkeit bereits von verschiedenen Veranstaltungen und Studien angezogen. Dazu zählt die Veröffentlichung einer Wahlstudie des Rheingold-Instituts, die am Donnerstag ansteht. Diese Studie basiert auf tiefenpsychologischen Befragungen und soll einen tieferliegenden Einblick in die Stimmungslage der Wählerinnen und Wähler bieten. Am Sonntag, dem 2. Februar, öffnet zudem die Internationale Süßwarenmesse (ISM) in den Deutzer Messehallen ihre Pforten. Diese Messe ist die größte ihrer Art weltweit und zieht Fachbesucher aus der ganzen Branche an.

Die politischen Entwicklungen in Köln stehen also unter intensiver Beobachtung, und die bevorstehenden Entscheidungen könnten entscheidend für die zukünftige Ausrichtung der Stadt sein. Die Bürger sind aufgefordert, sich aktiv mit den Kandidaten und ihren Programmen auseinanderzusetzen, um am 14. September 2025 ihre Stimme abzugeben.

Für weitere Informationen zu den kandidierenden Persönlichkeiten und ihren Positionen stehen die Berichte von ksta.de, t-online.de und 24rhein.de zur Verfügung.