Der Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern, der die Region seit Jahrzehnten prägt, ist erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Dies geschieht im Zuge der Auseinandersetzungen, die durch den Terrorangriff der Hamas und den darauf folgenden Gaza-Krieg ausgelöst wurden. Wie Remszeitung berichtet, sind die Lebensbedingungen im Gazastreifen katastrophal. Laut der UN leben mehr als zwei Millionen Menschen dort unter sehr schlechten Bedingungen.

Die Hamas, von EU, USA und Israel als Terrororganisation eingestuft, übernahm 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen. Diese Machtübernahme führte zur Verschärfung der israelischen Blockade, die auch von Ägypten unterstützt wird. Die humanitäre Krise in der Region ist alarmierend und hat gravierende Auswirkungen auf die Bevölkerung. ZDF hebt hervor, dass die Bedingungen im Gazastreifen seit 2006 durch die israelische Abriegelung stark eingeschränkt sind, was zu einer desolaten humanitären Situation führt.

Die demografische Realität

<pWeltweit gibt es etwa 14,5 Millionen Palästinenser. Von diesen leben circa 5,5 Millionen in den besetzten Gebieten: 2,2 Millionen im Gazastreifen und 3,3 Millionen im Westjordanland. In Israel leben ungefähr 1,7 Millionen Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft, während 370.000 Palästinenser im völkerrechtswidrig annektierten Ostjerusalem leben, jedoch nur einen Duldungsstatus besitzen. Die genauen Zahlen der Menschen in den palästinensischen Gebieten sind politisch brisant, da sie die demografische Balance zwischen Juden und Arabern betreffen, wie ZDF berichtet.

Hochrechnungen deuten darauf hin, dass seit Ende 2022 etwa 7,1 Millionen Juden und 7,1 Millionen Araber in Israel, im Westjordanland und im Gazastreifen leben. Diese demografischen Zahlen sind entscheidend, da Israel sich als jüdischer Staat definiert und eine jüdische Mehrheit benötigt, um diese Identität zu wahren. Der demografische Druck und die Lebensbedingungen in den besetzten Gebieten verstärken den Konflikt und die Spannungen zwischen den Gemeinschaften weiter.

Die historische Dimension des Konflikts

Der Nahostkonflikt hat komplexe historische Ursprünge, beginnend im Jahr 70 n. Chr., als die Römer den Tempel in Jerusalem zerstörten und die jüdische Bevölkerung vertrieben. Zentrale politische Versprechen, wie die Balfour-Deklaration, die im 19. Jahrhundert von der britischen Kolonialmacht abgegeben wurde, führten zudem zu einer Eskalation der Konflikte zwischen jüdischen und arabischen Bevölkerungen. Diese historisch gewachsenen Ansprüche auf das Gebiet sind bis heute der Nährboden für Spannungen, wie Friedensbildung BW erläutert.

Seit 1948 hat Israel sein Territorium durch Kriege vergrößert und Siedlungen auf palästinensischem Gebiet errichtet, was gegen internationales Völkerrecht verstößt. Aktuelle Konflikte, verstärkt durch die wachsenden Übergriffe militanten Siedler, führen immer wieder zu Auseinandersetzungen, die sowohl humanitäre als auch wirtschaftliche Probleme mit sich bringen.

Die stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit der Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland verschärft die Situation weiter. Diese Faktoren, kombiniert mit der Kontrolle über die Gütereinfuhr durch das israelische Militär, hindern an einer angemessenen wirtschaftlichen Entwicklung und verschärfen die humanitären Bedürfnisse. Die drohende Wasserknappheit und die insgesamt defizitäre Infrastruktur sind nur einige der Herausforderungen, die die Region weiterhin belasten.

Angesichts dieser Umstände bleibt abzuwarten, wie sich die internationale Gemeinschaft auf die wieder neu entfachten Spannungen und die sich ausbreitende humanitäre Krise reagieren wird.