Der St. Anna Kindergarten in Herne wurde kürzlich als „Kita mit Biss“ zertifiziert. Bei dieser Übergabe waren Monika Krause, die Leiterin der Einrichtung, Birsel Habrichi-Pulat, die Vorsitzende der Initiative „Kita mit Biss“, sowie Grazyna Rücker, die Koordinatorin, anwesend. Der Arbeitskreis Zahngesundheit zeigte sich dankbar für das Engagement der Kitas und überreichte Materialien zur frühkindlichen Bildungsarbeit.

Das Programm „Kita mit Biss“ hat zum Ziel, frühkindliche Karies im Milchzahngebiss zu vermeiden. Laut Birsel Habrichi-Pulat, städtische Zahnärztin, sind Kitas und Tagespflegen wichtige Partner für die Mundgesundheit. Die Katholische Kita St. Anna betrachtet Zähneputzen und gesunde Ernährung als essenzielle Bestandteile ihrer pädagogischen Arbeit. Bei der Feier überreichte Grazyna Rücker zudem ein Buch über kindgerechtes Anrichten gesunder Lebensmittel und Motorikspiele, um die Fingerfertigkeiten der Kinder beim Zähneputzen zu fördern.

Erfolge des Programms

Das Präventionsprogramm „Kita mit Biss“ wurde 2019 in Herne eingeführt und die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen hat sich trotz einer Corona-Pause auf 25 verdoppelt. Zusätzlich nehmen 15 Tagespflegen an dem Programm teil. Interessierte Einrichtungen können sich per E-Mail an Grazyna Rücker wenden, um Informationen zu erhalten.

Wie zm-online.de berichtete, wurden im Schuljahr 2010/11 bereits Erfolge des Programms evaluiert. So lehnen alle Kitas die Verabreichung von Nuckelfläschchen an Kinder ab, die aus Tassen trinken können, und informieren die Eltern darüber. Weiterhin fanden in 97 Prozent der Kitas zahngesunde Frühstücksangebote statt, und alle Einrichtungen sorgten für kauintensive Obst- und Gemüsezwischenmahlzeiten. Tägliches Zähneputzen wird durch die Erzieher/innen unterstützt, und 80 Prozent der Kitas führten Elterninformationsveranstaltungen zur Kariesprophylaxe durch. Als Ergebnis dieser Bemühungen ist der Anteil der Kleinkinder mit kariesfreien Gebissen gestiegen und das Auftreten frühkindlicher Karies konnte reduziert werden.