Heute ist ein bedeutender Tag für die NASA und die Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS). Suni Williams und Barry Wilmore, die seit über neun Monaten im All sind, sollen am Dienstag, den 18. März 2025, nach einem Aufenthalt, der ursprünglich nur auf eine Woche angesetzt war, zur Erde zurückkehren. Die Rückkehr wird um 6:05 Uhr deutscher Zeit erwartet, mit einer geplanten Landung im Meer vor Florida gegen 23 Uhr.
Die lange Aufenthaltszeit der beiden Astronauten ist auf technische Probleme mit dem „Starliner“-Raumschiff zurückzuführen. Williams und Wilmore sollten ursprünglich mit dieser Kapsel das All verlassen, doch die NASA entschied sich, den Starliner im vergangenen September leer zurück zur Erde zu holen. Dieses Projekt von Boeing hat mehrere Rückschläge und Verzögerungen erlebt. Wie bnn.de berichtet, konnte die Rückkehrplanung der Astronauten jedoch kurzfristig geändert werden.
Wechsel der Raumstation-Crews
Am Sonntag, dem 16. März, dockte die „Crew Dragon“-Kapsel der neuen „Crew 10“ um 5:04 Uhr MEZ an der ISS an. Diese Crew ersetzt „Crew 9“, bestehend aus Suni Williams, Barry Wilmore, Nick Hague und Alexander Gorbunow. Die neue Crew besteht aus Anne McClain, Nichole Ayers, Takuya Onishi und dem russischen Kosmonauten Kirill Peskow. Der ursprüngliche Starttermin für „Crew 10“ war auf den vergangenen Mittwoch angesetzt, jedoch musste der Start aufgrund eines hydraulischen Problems verschoben werden.
Die „Crew-10“-Kapsel hatte ihren Start am Freitagabend vom Kennedy Space Center und dockte erfolgreich am Harmony-Modul der Raumstation, wo Standard-Lecktests durchgeführt wurden. Nach der Ankunft äußerten die Kommandantin Anne McClain und ihre Co-Pilotin Nichole Ayers Freude über das erfolgreiche Manöver. Sie sind planmäßig bis zum Herbst im All, während „Crew 9“ nach wenigen Tagen an Bord wieder zur Erde zurückkehrt, wobei schlechtes Wetter die Rückkehr möglicherweise verzögern könnte.
Ein Rekordaufenthalt
Williams und Wilmore haben mit ihren voraussichtlichen 286 Tagen im All weniger als den US-Rekord von 371 Tagen erreicht, der von Frank Rubio aufgestellt wurde. Dennoch wird Williams voraussichtlich die zweitmeisten Tage im All unter US-Astronauten haben, mit etwa 570 Tagen insgesamt. Nick Hague und Alexander Gorbunow sind seit Ende September 2024 an Bord der ISS und haben, wie ihre Vorgänger, ebenfalls eine längere Missionszeit vor sich.
Die NASA bleibt optimistisch und flexibel bezüglich der Rückkehr von „Crew 9“, die bereits viele Herausforderungen gemeistert hat, seit sie im Juni 2024 zur ISS startete. Wie CBS News berichtet, werden Wilmore und Williams zum Abschluss ihrer Mission als einflussreiche Figuren in der Geschichte der Raumfahrt in Erinnerung bleiben. Ihr Aufenthalt, geprägt von technischen Herausforderungen, zeigt nicht nur die Belastbarkeit der Astronauten, sondern auch die Komplexität moderner Raumfahrtmissionen.
Für weitere Details zu diesem Ereignis und seiner Bedeutung für die Raumfahrt können Sie die Berichterstattung von Tagesschau einsehen.