Am 24. März 2015 endete der Flug Germanwings 9525 von Barcelona nach Düsseldorf in einer Tragödie, die die Luftfahrtindustrie erschütterte. Alle 150 Menschen an Bord starben, als die Maschine in die französischen Alpen abstürzte. Die Doku-Serie „Germanwings – Was geschah an Bord von Flug 9525?“, die am 14. März 2025 auf Sky und dem Streamingdienst WOW anläuft, beleuchtet die Geschehnisse und die psychologischen Aspekte hinter dem Unglück, insbesondere das Verhalten des Co-Piloten Andreas Lubitz, der an schweren Depressionen litt. Laut tz.de wurde Lubitz von der französischen Staatsanwaltschaft als verantwortlich für den Absturz identifiziert.
In der dreiteiligen Doku-Serie, die aus jeweils 35 bis 40 Minuten besteht, kommen nicht nur Angehörige der Opfer zu Wort, auch Experten wie Flugsicherheitsexperte Simon Hradecky und der Anwalt der Opfer, Klaus Radner, diskutieren über die offenen Fragen und Zweifel an der offiziellen Version des Unglücks. Die Dokumentation thematisiert auch die Ungereimtheiten im Verhalten der französischen Fluguntersuchungsbehörde BEA und zeigt rekonstruierte Voice Recorder-Aufnahmen, die emotional stark belastend sind.
Hintergründe und offene Fragen
Obwohl die Ermittler innerhalb von 48 Stunden feststellten, dass Lubitz bewusst handelte, bleiben viele Fragen ohne klare Antworten. Warum wurden technische Mängel bei der Maschine nicht weiter verfolgt? Warum fehlt ein entscheidender Satz in den Transkripten? Und warum wurden die Daten von Mobiltelefonen und Laptops der Passagiere gelöscht? Diese Themen werden in der Dokumentation eingehend untersucht. Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen, weshalb die deutsche Staatsanwaltschaft keinen Zugang zu den Originaldaten des Voice Recorders hatte, was der Doku einen Hauch von Verschwörungstheorie verleiht, wie SkyGroup berichtet.
Nach dem Absturz wurden systematische Änderungen in der Kontrolle der psychischen Gesundheit von Piloten empfohlen. Psychische Erkrankungen, die bis zu diesem Zeitpunkt häufig nicht offenbart wurden, standen im Fokus. Laut den Erkenntnissen, die nach dem Unglück veröffentlicht wurden, war Lubitz nicht in Kontakt mit einem Fliegerarzt, obwohl er mehrere Ärzte aufsuchte. Piloten werden zwar regelmäßig auf ihre Tauglichkeit untersucht, jedoch zeigen diese Untersuchungen nur einen Momentaufnahme des Gesundheitszustandes und berücksichtigen nicht immer die psychische Gesundheit, wie auf Deutschlandfunk ausgeführt wird.
Empfehlungen für die Zukunft
Die EASA fordert ein zentrales, europäisches Datenregister für flugmedizinische Daten und ein verstärktes Bewusstsein für psychische Probleme unter Piloten. Auch der Austausch von Gesundheitsdaten zwischen den Behörden soll verbessert werden, um das Risiko für die Flugsicherheit zu minimieren. Angesichts des Drucks, unter dem viele Piloten stehen, wird die Einrichtung spezieller Anlaufstellen für pilotenpsychische Probleme als notwendig erachtet. Offenheit und Vertrauen sind entscheidend, um eine Umgebung zu schaffen, in der Piloten sich trauen, über ihre psychischen Herausforderungen zu sprechen.
Die Doku-Serie „Germanwings – Was geschah an Bord von Flug 9525?“ wird ab dem 14. März 2025 um 20:15 Uhr auf Sky Documentaries ausgestrahlt und bleibt somit ein wichtiger Schritt in der Aufarbeitung und dem Verständnis dieser tragischen Ereignisse, die auch für die Sicherheit zukünftiger Flüge von Bedeutung sind.