RB Leipzig hat derzeit Marco Rose als Cheftrainer, doch die Zukunft des 48-Jährigen steht auf der Kippe. Nach einem enttäuschenden 0:0-Unentschieden gegen den SC Freiburg gibt es zunehmende Spekulationen über eine mögliche Trennung am Saisonende. Einige Berichte behaupten sogar, Rose sei bereits informiert worden, dass er seinen Posten räumen müsse, wenn auch dies von RB Leipzigs Sportgeschäftsführer Marcel Schäfer und dem renommierten Trainer Jürgen Klopp für übertrieben und nicht zutreffend gehalten wird. LVZ berichtet, dass sowohl Schäfer als auch Klopp sich für eine weitere Zusammenarbeit mit Rose aussprechen, da sie glauben, dass er zur Gesundung des Teams beitragen kann.
Der Verein selbst steht zurzeit auf dem sechsten Platz in der Bundesliga und ist damit in Gefahr, die Champions-League-Qualifikation zu verpassen. Experten gehen davon aus, dass die aktuelle Saison in der bekannten Form mit Rose auf der Trainerbank zu Ende gebracht werden soll, während eine Trennung für den Sommer geplant ist. Sebastian Hoeneß, der aktuelle Trainer von Hoffenheim, wird als einer der Hauptkandidaten für die Nachfolge gehandelt. Weitere Namen, die im Raum stehen, sind Roger Schmidt sowie Oliver Glasner, wobei Schmidt derzeit verfügbar ist, nachdem er von SL Benfica entlassen wurde, während die anderen Kandidaten möglicherweise schwer zu überzeugen sind, da sie bereits in anderen Ligen aktiv sind. Bavarian Football Works berichtet.
Die aktuelle Lage von RB Leipzig
Die rechte Situation ist für RB Leipzig alles andere als ideal. Die Diskussionen über Roses mögliche Nachfolge belasten die Mannschaft, die ebenfalls unter Druck steht, gerade in den verbleibenden Spielen der Bundesliga zu punkten. Die nächste Herausforderung wird das Spiel gegen Borussia Dortmund sein, ein Duell, das Leipzig unbedingt gewinnen möchte, um mit positiver Stimmung in die Länderspielpause zu gehen. Spieler wie Xaver Schlager, Xavi Simons und Lois Openda sollen nach der Pause wieder zurück in Form kommen, um dem Team zu helfen, entscheidende Punkte zu sammeln.
Marco Rose, der seit September 2022 im Amt ist, hat RB Leipzig bereits zum DFB-Pokal-Sieg 2023 geführt. Insgesamt hat er in seiner Amtszeit eine positive Entwicklung angestoßen, auch wenn die aktuelle Saison bisher nicht nach Plan verläuft. In der langen Trainerhistorie von RB Leipzig war Rose nicht der erste Trainer, der mit der Erwartung, den Verein nach oben zu führen, konfrontiert war. RBLive bietet einen detaillierten Überblick über die Trainer des Vereins seit seiner Gründung 2009.
Ein Blick auf die Trainerhistorie
- Tino Vogel (07/2009 – 06/2010) – Punkteschnitt: 2,67
- Tomas Oral (07/2010 – 06/2011) – Punkteschnitt: 1,88
- Peter Pacult (07/2011 – 07/2012) – Punkteschnitt: 2,11
- Alexander Zorniger (07/2012 – 02/2015) – Punkteschnitt: 2,04
- Achim Beierlorzer (02/2015 – 06/2015) – Punkteschnitt: 1,40
- Ralf Rangnick (07/2015 – 06/2016) – Punkteschnitt: 1,94
- Ralph Hasenhüttl (07/2016 – 05/2018) – Punkteschnitt: 1,69
- Ralf Rangnick (07/2018 – 06/2019) – Punkteschnitt: 1,92
- Julian Nagelsmann (07/2019 – 06/2021) – Punkteschnitt: 1,94
- Jesse Marsch (07/2021 – 12/2021) – Punkteschnitt: 1,25
- Domenico Tedesco (12/2021 – 09/2022) – Punkteschnitt: 1,87
- Marco Rose (seit 09/2022) – hat den DFB-Pokal 2023 gewonnen
Die Herausforderungen sind groß, und der Druck auf Rose wächst. Doch die kommenden Spiele könnten entscheidend dafür sein, ob der Trainer eine weitere Saison bei RB Leipzig an der Seitenlinie verbringen wird oder ob die Verantwortlichen den mutigen Schritt wagen und eine Veränderung in der Führungsetage vornehmen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Rose signifikante Fortschritte erzielen kann oder ob es an der Zeit für eine Wende im Trainerteam von RB Leipzig ist.