Max Heß, 28 Jahre alt und talentierter Dreispringer aus Chemnitz, hat bei der Hallen-Europameisterschaft in Apeldoorn einen starken Auftritt hingelegt, jedoch nur mit der Silbermedaille den ersten internationalen Titel verpasst. Er sprang beeindruckende 17,43 Meter und sicherte sich damit den zweiten Platz, während das Gold an den Italiener Andy Díaz Hernández ging, der mit 17,71 Metern die Weltjahresbestleistung steigerte. Bronze ging an Andrea Dallavalle, ebenfalls aus Italien, mit einer Weite von 17,19 Metern. Nach einem soliden ersten Versuch, in dem Heß seine eigene Weltjahresbestleistung um zwei Zentimeter übertraf, musste er im fünften Durchgang Díaz Hernández den Vortritt lassen und konnte nicht mehr kontern. Trotz der Enttäuschung blickt Heß auf eine erfolgreiche Karriere zurück, in der er bereits mehrere Medaillen bei Europameisterschaften, darunter viermal Bronze, gewonnen hat.

Seine persönliche Bestweite von 17,52 Metern stammt aus dem Jahr 2017. Aktuell ist Heß die Speerspitze des deutschen Dreisprungs und hat auch die nationale Konkurrenz, in der er acht Freiluft-Goldmedaillen gewonnen hat, deutliche Erfolge erzielt. Weitspringerin Malaika Mihambo und Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye, die Olympiasiegerin ist und in der Qualifikation mit 18,95 Metern die geforderten 18,80 Meter übertraf, zählen ebenfalls zu den Hoffnungen des deutschen Teams bei dieser EM.

Heß‘ beeindruckende Leistung vor der EM

Max Heß hatte sich in der Saison auf einen starken Rückhalt verlassen können, da er in Metz eine Weltjahresbestleistung von 17,41 Metern erzielte. Diese Leistung erreichte er nur 11 Zentimeter unter seiner Bestmarke von 2017. Olympiasieger Jordan Diaz aus Spanien, der Heß via Social Media gratulierte, bestätigte damit die positiven Entwicklungen des deutschen Athleten. Heß strebt am Wochenende seinen neunten Meistertitel bei den Hallen-Meisterschaften in Dortmund an und steht angesichts bevorstehender Wettbewerbe, einschließlich der WM in Nanjing, unter großem Druck.

Sein Trainer Harry Marusch vom LAC Chemnitz hebt hervor, dass Heß seit zweieinhalb Jahren nahezu verletzungsfrei ist und ein gutes Grundniveau hat. Um sein Höchstmaß an Leistung zu gewährleisten, betont Heß die Bedeutung von Regeneration und Physiotherapie, was ihn dazu bringt, dreimal pro Woche zur Physio zu gehen und regelmäßig die Sauna zu nutzen. Heß plant, um eine Medaille in Apeldoorn zu kämpfen, ist sich jedoch unsicher, ob die Medaillengewinner von Paris anwesend sein werden.

Kontext zur Leichtathletik

Die Leichtathletik ist nicht nur von großem Interesse bei Fans, sondern wird auch durch zahlreiche Rekorde geprägt. Hallenweltrekorde sind in der Regel langsamer als Freiluftrekorde, was auf die kürzeren Bahnen zurückzuführen ist. Die Weltrekorde werden von World Athletics anerkannt und müssen strengen Regelungen folgen, um gültig zu sein. Aktuell bestehen insgesamt 224 ratifizierte Weltrekorde in 224 Disziplinen, viele davon wurden in den letzten Jahrzehnten aufgestellt. Es werden Dopingkontrollen durchgeführt, um die Integrität der Rekorde zu sichern. Diese Standards sorgen dafür, dass die Leichtathletik weiterhin hoch angesehen bleibt und Athleten wie Max Heß die Möglichkeit geboten wird, sich international zu beweisen.