Malaika Mihambo, die 31-jährige Olympiasiegerin aus Heidelberg, steht im Rampenlicht der Leichtathletik und muss dabei persönliche Herausforderungen meistern. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf ihren sportlichen Leistungen als Olympiazweite von 2024 und zweifache Weltmeisterin (2019, 2022), sondern auch auf ihren gesundheitlichen Problemen, die insbesondere durch Post-Covid bedingt sind. Diese Erkrankung beeinträchtigt sie vor Wettkämpfen erheblich. Wie remszeitung.de berichtet, wollte Mihambo trotz ihrer Schwierigkeiten in Paris eine Medaille gewinnen, was ihr schließlich als Silbermedaille gelang, jedoch musste sie nach einem Schwächeanfall im Rollstuhl die Arena verlassen.
Trotz ihrer gesundheitlichen Rückschläge zeigte sich Mihambo bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund stark, wo sie zum achten Mal in Folge den Titel gewann, obwohl sie zuvor von einer Erkältung betroffen war. In einem Interview äußerte sie, dass sie die öffentliche Transparenz bezüglich ihrer Gesundheit akzeptiert, jedoch die übermäßige Thematisierung von Verletzungen in den Medien als unangenehm empfindet. Es ist ein Balanceakt, den sie mit Anmut meistert.
Öffentliche Wahrnehmung und Engagement
Mihambo nutzt ihre Reichweite in sozialen Medien, wo sie mehr als 200.000 Follower hat, um auf wichtige Themen wie Post-Covid aufmerksam zu machen. Sie betont, dass der Erfolg im Sport nicht nur von Sprungweiten abhängt und bleibt gelassen gegenüber öffentlicher Kritik an ihren Leistungen. Ihre Erfahrungen hat sie dazu bewegt, über die verbindende Kraft des Sports zu sprechen, während sie gleichzeitig auf gesellschaftliche Strukturen hinweist, die verbessert werden müssen. Laut eurosport.de sieht sie defizitäre Bereiche in Medien, Politik, Wirtschaft und im Bildungssystem, die eine grundlegende Neubewertung benötigen.
Mihambo thematisierte auch ihre persönlichen Schwierigkeiten, indem sie erklärte, dass sie die Auswirkungen von Post-Covid auf ihre Fitness unterschätzte. Bereits während des Warm-ups für das Finale der Olympischen Spiele fühlte sie sich erschöpft, was für sie eine Überraschung war. Sie beschreibt das vergangene Jahr als sehr anstrengend und benötigte daher eine längere Erholungsphase nach den Wettkämpfen. Diese Erlebnisse sind teils auch der Grund, warum sie keine weiteren Wettkämpfe nach den Olympischen Spielen 2024 absolvierte. Für sie war das Erreichen der Medaille trotz ihrer körperlichen Verfassung ein bedeutender Erfolg.
Der Blick in die Zukunft
Auf die Diskussion über potenzielle Veränderungen im Weitsprung reagiert Mihambo offen. Sie hat an einem Testwettkampf für eine mögliche neue Absprungregel teilgenommen und sieht solche Diskussionen als positive Entwicklungen für den Sport. Für sie ist der Weitsprung mehr als nur das Abspringen vom Brett; es geht um die gesamte Disziplin und deren Weiterentwicklung. Ihre Perspektive zeigt nicht nur ihren sportlichen Ehrgeiz, sondern auch ein starkes Engagement, um Veränderungen in ihrem Sport und in der Gesellschaft voranzutreiben.