Die Technische Universität Dortmund hat eine umfassende Strategie zur Digitalisierung von Studium und Lehre veröffentlicht. Diese Strategie zielt darauf ab, die Qualität digitaler Lehre zu verbessern und reicht von der Integration künstlicher Intelligenz bis hin zur Schaffung von Angeboten für wissenschaftliche Weiterbildung. Laut TU Dortmund wird die Umsetzung in vier zentralen Handlungsfeldern strukturiert: gut digital lehren und lernen, Vielfalt und Internationalisierung, wissenschaftliche Weiterbildung sowie künstliche Intelligenz.

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist die Zertifizierung und Evaluation digitaler Lehre anhand spezifischer Kriterien. Dies geschieht mit Unterstützung des Zentrums für HochschulBildung, dem IT & Mediencentrum sowie der Universitätsbibliothek.

Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz

Der Bereich der künstlichen Intelligenz nimmt in der Strategie eine zentrale Rolle ein. Studierende sollen nicht nur den Umgang mit KI-Tools erlernen, sondern auch an speziellen Veranstaltungen teilnehmen, um ihre Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern. Ein Highlight ist das Angebot „Campus-KI“, das einen anonymen und kostenlosen Zugang zu ChatGPT-4o für Studierende und Lehrende ermöglicht. Weitere Hilfestellungen im Umgang mit KI werden im ServicePortal bereitgestellt, insbesondere zu prüfungsrechtlichen Fragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt diese Entwicklungen auf nationaler Ebene. Digitale Technologien, speziell künstliche Intelligenz, bieten neue Perspektiven für Studierende und Lehrende, und die Hochschulbildung wird durch diese Innovationen offener und gerechter gestaltet, wie BMBF erläutert.

Diversität und Internationalisierung

Ein weiteres Hauptanliegen der Strategie ist die Verbesserung der Diversität und Internationalisierung in der digitalen Lehre. Durch asynchrone oder hybride Angebote wird es erleichtert, Studium und Beruf oder Familie zu kombinieren. Zudem sollen internationale Lehrende eingebunden werden, um unterschiedliche Perspektiven in den Lehrveranstaltungen zu fördern. Besondere Aufmerksamkeit erhalten auch barrierefreie digitale Angebote, unterstützt durch das DoBuS-Programm.

Die Strategie dokumentiert etwa 30 konkrete Maßnahmen, die darauf abzielen, neue Zielgruppen zu erreichen, beispielsweise durch digitale Formate für wissenschaftliche Weiterbildung. Eine der Herausforderungen besteht darin, digitale Inhalte zu entwickeln, die sich an den Bedürfnissen von Lehrkräften und Schulleitungen orientieren.

Integration von KI-Projekten in die Hochschulbildung

Die Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ fördert viele Projekte zur Stärkung der KI-Kompetenzen, sowohl für Studierende als auch für das Hochschulpersonal. Projekte wie „KI-Campus“ bieten kostenlose Online-Kurse und Lernressourcen an, die von Bildungsserver dokumentiert wurden. Diese Initiativen zeigen den Trend, KI in verschiedene Studiengänge und Fachrichtungen zu integrieren und intelligente Assistenzsysteme sowie KI-basierte Lern- und Prüfungssysteme zu entwickeln.

Einige Beispiele geförderter Projekte sind „2LIKE“, das KI-basierte Lernangebote entwickelt, sowie „CAVAS+“, ein KI-gestütztes Assistenzsystem zur Studienplanung. Diese Projekte verdeutlichen das langfristige Ziel, die digitale Hochschulbildung zu modernisieren und auf die Anforderungen einer sich schnell verändernden Arbeitswelt zu reagieren.