Der Bochumer Hauptbahnhof wird in den kommenden Monaten stark eingeschränkt sein. Laut Ruhr24 bleibt der Bahnhof von Ende Februar bis Ende April 2025 und erneut von September bis Oktober 2025 nahezu ungenutzt, da umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt werden. Diese Maßnahmen sind Teil des Ausbaus des Rhein-Ruhr-Express (RRX) in Nordrhein-Westfalen, dessen Ziel es ist, den Takt des Regionalverkehrs auf einen 15-Minuten-Rhythmus zu erhöhen.

Während der Bauarbeiten wird die Strecke zwischen Essen und Dortmund für den Fernverkehr gesperrt. Regionalzüge werden umgeleitet und fahren dann von Essen über Herne nach Dortmund, wodurch sich die Fahrzeiten um etwa 20 Minuten verlängern. Auch alle ICE-Linien halten während der Sperrung nur selten am Bochumer Hauptbahnhof, was für Pendler und Reisende eine erhebliche Umstellung bedeutet.

Detailinformationen zu den Bauarbeiten

Insbesondere die Bahnsteige drei und vier werden um etwa 60 Meter verlängert, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Die betroffenen Zuglinien umfassen unter anderem:

  • ICE-Linien
  • RB40 (Essen-Witten-Hagen)
  • RE41 (Bochum-Recklinghausen-Haltern am See)
  • RE1 (Aachen-Köln-Düsseldorf-Essen-Dortmund-Hamm)
  • RE11 (Düsseldorf-Essen-Hamm)
  • RE6 (Köln Airport-Minden)
  • RE16 (Essen-Hagen-Iserlohn)
  • RB46 (Bochum-Wanne-Eickel-Gelsenkirchen)

Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet, um die Einschränkungen während der Bauarbeiten auszugleichen. Weitere Informationen dazu werden voraussichtlich noch veröffentlicht.

Änderungen im Regionalverkehr

Zusätzlich zu den Bauarbeiten am Bochumer Hauptbahnhof gelten auch Änderungen im Regionalverkehr auf anderen Strecken. Nationalexpress berichtet, dass ab dem 1. Februar 2025 Einzelne Fahrten von einigen Regionalexpresslinien entfallen werden. Beispielsweise wird bei der RE 3 tagsüber eine Reduktion der Fahrten durchgeführt, und der Nachtverkehr wird ebenfalls stark eingeschränkt.

Der RE 7 wird bis Ende Februar 2025 nur bis 21:00 Uhr verkehren. Des Weiteren gibt es ausfallende Verbindungen und Höhepunkte im Nachtverkehr, die auf verschiedene Linien wie RE 4 und RE 11 Einfluss nehmen. Ein verstärkter Schienenersatzverkehr wird auch hier eingerichtet, um den Bedürfnissen der Reisenden entgegenzukommen.

Umfangreiche Investitionen und weiterer Kontext

Die Deutsche Bahn hat zudem ein umfangreiches Bauprogramm in Ostwestfalen-Lippe initiiert, in dessen Rahmen über 7,3 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur investiert werden. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem die Erneuerung von Weichen und die Installation neuer Gleise, was zu weiteren Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr führt. Die Bahn weist darauf hin, dass die Mehrheit der Züge bis Ende September 2025 ohne wesentliche Einschränkungen verkehren kann, was vor allem für Pendler von Bedeutung ist.

Die Vergangenheit zeigt, dass solche umfangreichen Bauarbeiten oft auch für Pendler kurzfristige Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Dennoch sind die Maßnahmen unerlässlich, um die Qualität und allgemeine Sicherheit der Schieneninfrastruktur zu verbessern.