Die Stadt Deidesheim steht vor der Herausforderung, ihre Bushaltestellen barrierefrei zu gestalten. Wie rheinpfalz.de berichtet, besteht ein erheblicher Rückstand bei der Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme. Die Haltestelle am Bahnhof soll nicht nur ausgebaut, sondern auch verlegt werden, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Diese Verlegung ist eng verbunden mit dem geplanten Baugebiet D8, welches hierfür wichtige Impulse setzen könnte.

Bereits im August 2021 wurde ein Vorschlag zur Neugestaltung des Umfelds am Bahnhof im Stadtrat diskutiert, der auch den Bau barrierefreier Bushaltestellen auf der Ostseite beinhaltet. Die Stadtverwaltung hat hier die Notwendigkeit erkannt, die Infrastruktur für alle Bürger zugänglicher zu gestalten.

Technische Anforderungen an Barrierefreiheit

Die Umsetzung barrierefreier Bushaltestellen erfordert eine gründliche Planung und Ausführung. Laut bundesfachstelle-barrierefreiheit.de stellen zahlreiche technische Regelwerke die Grundlage dar. Unter anderem ist die DIN 18040-3 (Stand 2014) für die barrierefreie Planung und Ausführung von Verkehrs- und Außenanlagen von zentraler Bedeutung.

Besondere Beachtung finden auch die EU-Verordnung 1300/2014 sowie weitere technische Regelwerke, die spezifische Anforderungen an die Zugänglichkeit von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen definieren. Dazu gehört die DIN EN 17210, die funktionale Anforderungen an barrierefreie Bauwerke und Außenanlagen aufstellt.

Dynamische Fahrgastinformationen

Ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit sind die dynamischen Fahrgastinformationen, die beispielsweise in Nordrhein-Westfalen weit verbreitet sind. Wie ab-nrw.de erklärt, werden diese Informationen in Echtzeit bereitgestellt. Monitoren, die in die Haltestellenschilder integriert sind, zeigen Abfahrten der nächsten Fahrzeuge an und informieren über Verspätungen oder Störungen. Ein interaktives Element ist der Knopf am Haltestellenmast, der Sprachausgaben anfordern kann und speziell für Menschen mit Sehbehinderungen gestaltet ist.

Zusätzlich ist der Knopf nicht nur visuell kontrastreich, sondern auch mit Braille- und erhabener Profilschrift beschriftet. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass alle Fahrgäste ohne Barrieren auf öffentliche Verkehrsmittel zugreifen können.

Die geplanten Umbauten in Deidesheim zeigen, wie wichtig barrierefreie Konzepte für öffentlichen Raum sind. Die Integration dieser Maßnahmen wird nicht nur den Wohnkomfort der Bürger erhöhen, sondern auch die Mobilität für Menschen mit Behinderungen verbessern.