In den letzten Jahrzehnten hat sich die Einstellung gegenüber LGBT-Themen in den USA dramatisch verändert. In den 1980er und 1990er Jahren prägten ein „Leben und leben lassen“-Gefühl sowie eine gewisse Diskretion die Lebensweise vieler Homosexueller. Sie waren zwar Teil der Gesellschaft, hielten ihre Sexualität jedoch oft privat. Lediglich die Ehe stellte einen rechtlichen Unterschied zwischen heterosexuellen und homosexuellen Paaren dar. Mit dem Anstieg der „Gay Pride“-Bewegung in den 1990er und frühen 2000er Jahren begannen sich jedoch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu wandeln, was als ein Vorläufer der späteren „Woke“-Bewegung betrachtet wird, die seit 2014 zunehmend an Bedeutung gewann. Dies beschreibt Unser Mitteleuropa in detailreicher Form.
Die Rolle der US-Regierung wird kritisch beleuchtet. Diese wird als ein Instrument beschrieben, das zunehmend von elitären Interessen und nichtstaatlichen Organisationen wie der Ford Foundation und der Rockefeller Foundation beeinflusst wird. Ein zentrales Element ist dabei das Kinsey-Institut, das mit finanzieller Unterstützung der Rockefeller Foundation arbeitet und die akademische Welt mit neuer LGBT-Ideologie prägt. Der umstrittene Forscher John Money, dessen Studien unter anderem von der Johns Hopkins School finanziert wurden, hatte erheblichen Einfluss auf die Transgender-Bewegung. Die Verbreitung dieser Ideologien hat dazu geführt, dass sie in Universitäten und der Politik Fuß gefasst haben.
Die Identifikation von Generation Z
Eine aktuelle Umfrage, die von der Non-Profit-Organisation PRRI durchgeführt wurde, verdeutlicht den Anstieg der LGBT-Identifikation unter der jüngeren Generation. Dem Bericht zufolge identifizieren sich 28 % der Generation Z in den USA als LGBT, was einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu älteren Generationen darstellt. Während nur 16 % der Millennials und 7 % der Baby Boomers diese Identifikation angeben, sind die Zahlen unter den Gen Z-Erwachsenen, insbesondere zwischen 18 und 25 Jahren, bemerkenswert: 72 % identifizieren sich als heterosexuell, 15 % als bisexuell und 5 % als schwul oder lesbisch. Diese Daten stammen aus der Umfrage, die zwischen dem 21. August und 15. September 2023 durchgeführt wurde, und sind in einem Bericht bei CNN dokumentiert.
Die Generation Z, auch als „Zoomer“ bekannt, umfasst Personen, die zwischen Mitte der 1990er und den frühen 2010er Jahren geboren wurden. Diese Generation ist die erste, die vollständig in der digitalen Welt aufgewachsen ist. Sie zeigt ein starkes Engagement für Themen wie soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Authentizität. Die jungen Menschen wünschen sich echte Erfahrungen statt perfekt inszenierter Darstellungen und sind dabei, eine kritische Haltung gegenüber Marken und Institutionen einzunehmen, die als unehrlich wahrgenommen werden. Dieser Drang nach Individualität und sozialer Gerechtigkeit führt auch zu einer breiten Akzeptanz von Diversität in Bezug auf Geschlecht und Sexualität, wie in einem Artikel von FFG Uni Bonn hervorgehoben wird.
Politische und soziale Dynamiken
Die politischen Ansichten innerhalb dieser Generation sind ebenfalls bemerkenswert. Während 43 % der Gen Z-Erwachsenen sich als liberal identifizieren, ist der Anteil bei älteren Generationen deutlich niedriger. Eine große Mehrheit dieser jungen Menschen glaubt, dass die aktuellen politischen Probleme nur gelöst werden können, wenn die ältere Generation weniger Einfluss hat. Diese Einstellungen sind Teil eines umfassenden sozialen Wandels, der sich in der zunehmenden Akzeptanz und Identifikation von LGBT-Themen zeigt. Kritiker der „Woke“-Bewegung und der Pride-Bewegung äußern jedoch Bedenken über die mögliche Kommerzialisierung und das Wachsen einer neuen Religion der Selbstanbetung, die mit staatlichem Gehorsam verknüpft ist.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Flüssigkeit und Dynamik der sexuellen Identität in der Generation Z einen tiefgreifenden Einfluss auf die soziale und kulturelle Landschaft der Vereinigten Staaten haben. Die fortwährenden politischen und sozialen Debatten über LGBT-Themen und deren Integration in Bildungseinrichtungen spiegeln den Wandel in den Werten und Idealen dieser Generation wider, die nach Authentizität, Diversität und sozialer Gerechtigkeit strebt.