Die ZDF-Serie „Die Affäre Cum-Ex“ beleuchtet den größten Steuerraub in der Geschichte Europas, bei dem ein Netzwerk aus Bankern, Anwälten und wohlhabenden Investoren die Staatskassen um unglaubliche 146 Milliarden Euro betrügt. Laut tz.de behandelt die achtteilige Serie die komplexen Machenschaften rund um die sogenannten Cum-Ex-Geschäfte, bei denen es um die doppelte Rückerstattung von Steuern auf Kapitalerträge geht. Diese Betrugsmasche wird in der Serie durch die Hauptfiguren Staatsanwältin Lena Birkwald und Inger Brøgger aufgedeckt.

Die Handlung beginnt in Frankfurt und entfaltet sich über London bis in die Schweiz. Die Charaktere müssen sich zahlreichen Herausforderungen bei der Aufklärung des Betrugs stellen. Parallelen zu dem Film „The Big Short“, der den Finanzskandal von 2007 bis 2009 thematisiert, sind unübersehbar. Trotz erheblicher Widerstände seitens der Reichen und Mächtigen schaffen es die Ermittler, Gerechtigkeit zu erlangen, was schließlich zu großen Prozessen und Anklagen führt. Ab dem 22. März wird die Serie in der ZDF-Mediathek verfügbar sein, begleitet von einem Dokumentarfilm mit dem Titel „Systemfehler: Der Cum-Ex Skandal“.

Einblicke in den Cum-Ex-Skandal

Ein Schlüsselakteur in diesem Skandal ist Kai-Uwe Steck, der der Staatsanwaltschaft half und als Kronzeuge vor dem Landgericht Bonn auftrat. Steck deckte die Methoden auf, mit denen er und Komplizen, darunter Hanno Berger, Millionen aus Cum-Ex-Geschäften erbeutet hatten. Laut tagesschau.de gab Steck an, mehr als 50 Millionen Euro aus diesen Machenschaften erhalten zu haben und versprach, das Geld zurückzuzahlen.

Bislang konnte Steck jedoch nur 11 Millionen Euro zurückerstatten, während noch 39 Millionen Euro ausstehen. Seine Finanztransaktionen sind kompliziert, da er रकम in einen Treuhandfonds überführte, der dann Insolvenz anmeldete. Besonders auffällig ist die Entwicklung eines Unternehmens namens Biohacks, das in der Energiebranche tätig war, aber kaum Einnahmen erzielte. Der Insolvenzverwalter reagierte auf Anfragen nicht.

Internationale Zusammenarbeit und Aufdeckung des Betrugs

Die Aufdeckung des Cum-Ex-Skandals ist das Ergebnis eines internationalen journalistischen Projekts unter der Leitung von CORRECTIV, das ein Netzwerk von Betrügern aufgedeckt hat, das sich Kapitalertragssteuern zurückerstatten ließ, ohne diese jemals gezahlt zu haben. Diese umfassende Recherchekooperation deckte bereits 2018 einen Verlust von 55 Milliarden Euro an Steuergeldern auf und führte zur aktuellen Summe von insgesamt 150 Milliarden Euro, die infolge dieser Machenschaften verloren gegangen sind, wie correctiv.org berichtet.

Die CumEx-Files 2.0 bringt neue Dokumente und Informationen über die komplizierten Steuertricks und die Protagonisten des Betrugs ans Licht. Das internationale Journalistenteam hat bewiesen, dass die Maßnahmen von Gesetzgebern zur Bekämpfung des Betrugs unzureichend waren, während die Betrugsmethoden mit der Zeit noch komplexer wurden.

Die ZDF-Serie verspricht, die dunklen Machenschaften hinter dem Cum-Ex-Skandal detailliert zu beleuchten und dem Publikum verständlich zu machen, wie solch gravierende finanzielle Vergehen möglich waren.