Eintracht Frankfurt hat am Sonntag gegen den VfL Bochum mit 3:1 gewonnen und damit eine sieglos Serie in der Bundesliga beendet. Das Spiel, das ursprünglich um 15:30 Uhr starten sollte, begann mit einer Verspätung von 50 Minuten. Die Verzögerung war die Folge eines Eklats, der durch die Proteste der Eintracht-Ultras ausgelöst wurde, die aufgrund der Abhängung ihrer Zaunfahne aus dem Stadion gedrängt wurden. Dies führte dazu, dass Schiedsrichter Felix Zwayer die Spieler in die Kabinen zurückschickte, bis die Fahne entfernt worden war. Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche intervenierte erfolgreich, um das Spiel fortzusetzen, wie LN Online berichtet.
Auf dem Spielfeld zeigte sich Eintracht Frankfurt in der ersten Hälfte deutlich effektiver. Die Mannschaft erzielte zwei Tore durch Rasmus Kristensen in der 27. Minute und Jean-Mattéo Bahoya in der 32. Minute. Bochum, der zunächst spielbestimmend war und eine klare Chance durch ein Abseitstor von Georgios Masouras hatte, konnte nur in der 73. Minute durch Gerrit Holtmann den Anschlusstreffer erzielen. Michy Batshuayi stellte in der 90.+6 Minute den Endstand von 3:1 her. Die Partie markiert den ersten Bundesligasieg für die Eintracht im Ruhrstadion seit 15 Jahren und bringt die Frankfurter auf einen Punktestand von 45 Zählern, was sie im Rennen um einen Champions-League-Platz hält, so ZDF.
Proteste der Fans
Die Proteste vor dem Spiel sind Teil einer zunehmenden deutschlandweiten Bewegung gegen die Kommerzialisierung des Fußballs. Viele Fans kritisieren die möglichen finanziellen Einflüsse, insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden Einstieg von Investoren in die Deutsche Fußball Liga (DFL). Fans fordern mehr Transparenz über die Herkunft des Geldes und äußern Bedenken gegenüber der geheimen Abstimmung, die diese Zustimmung ermöglichte. Organisationen wie die „Fanszenen Deutschlands“ haben bereits Protestaktionen ins Leben gerufen, darunter das Werfen von symbolischen Gegenständen auf das Feld, um gegen die Entwicklung des Fußballs zu demonstrieren, wie Sportschau berichtet.
Mit dem Sieg gegen Bochum hofft Eintracht Frankfurt, nicht nur den Fokus auf das Spielgeschehen zu lenken, sondern auch auf die anhaltenden Proteste, die tiefere Fragen zur Zukunft des Fußballs aufwerfen. Fans und Clubs sind zunehmend besorgt über die Auswirkungen der Kommerzialisierung, insbesondere im Hinblick auf die 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren im deutschen Fußball regulieren soll. Eintrachts Niederlage in der vergangenen Woche scheint damit eine klare Botschaft an die Organisatoren zu senden: den klassischen Fußball zu bewahren und den Fans eine Stimme zu geben.