Im Sommersemester 2025 bietet der Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) am Zentrum für Fremdsprachenausbildung (ZFA) der Ruhr-Universität Bochum ein umfangreiches Programm für internationale Studierende an. Wie news.rub.de berichtet, umfasst das Angebot Sprachkurse auf allen Niveaustufen, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Diese Kurse finden vom 22. April bis zum 25. Juli 2025 in Präsenz statt, wobei die Anmeldung bis zum 4. April 2025 online möglich ist.
Zusätzlich zu den allgemeinsprachlichen Deutschkursen werden auch wissenschaftssprachliche Veranstaltungen angeboten. Dr. Martin Wichmann, der Leiter des DaF-Bereichs, hebt die Bedeutung der Verbindung zwischen Sprachunterricht und akademischem Studium hervor. Die Kurse sind im Optionalbereich verankert, sodass Studierende Credit Points erwerben können. Ein neues Highlight im Kursangebot ist der Fachsprachkurs in Naturwissenschaften, der die wissenschaftliche Terminologie und akademische Ausdrucksweise vertieft.
Moderne Lehrmethoden und Technologien
Ein praxisorientierter Ansatz zieht sich durch das gesamte Kursangebot. Die Verwendung moderner Technologien, darunter iPads und digitale Whiteboards, wird als essenziell erachtet. Stanislav Katanneck betont die Vorteile dieser digitalen Tools, insbesondere für kooperatives Lernen. Zudem wird im DaF-Bereich auch der kritische Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) gefördert. Die Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben bieten Studierenden die Möglichkeit, den Einfluss von KI-Tools auf den Schreibprozess zu reflektieren.
Künstliche Intelligenz wird zunehmend als disruptive Technologie im Bildungsbereich betrachtet. Diese Technologien könnten nicht nur die Art und Weise, wie gelehrt wird, verändern, sondern auch die Lernmethoden revolutionieren, wie degruyter.com feststellt. KI findet bereits Anwendung im Fremdsprachenunterricht, beispielsweise durch Sprachlernsoftware wie Duolingo, die automatische Spracherkennung nutzt und eine kompetitive Lernumgebung schafft.
Die Rolle von KI im Sprachenlernen
Das Ziel des Einsatzes von KI in der Bildung ist die Entwicklung adaptiver und effektiver Lernumgebungen. KI-basierte Plattformen wie Busuu, Babbel und Memrise fördern nicht nur das Lernen, sondern ermöglichen auch ein personalisiertes Lernumfeld, das sich an den individuellen Fortschritt der Lernenden anpasst. Dennoch gibt es Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und die Fähigkeit von KI-Programmen, komplexe Dialoge zu führen.
Chatbots, die im Bildungsbereich eingesetzt werden, ermöglichen eine zeit- und raumunabhängige Interaktion. Jedoch müssen Lernende darauf achten, dass diese KI-Tools hauptsächlich nach definierten Szenarien arbeiten und keine grammatikalische Korrektheit beurteilen können. Die Einführung intelligenter Tutoren und die Verwendung von KI-basierten Schreibassistenten wie Microsoft Editor und Grammarly könnten den Schreibprozess im Fremdsprachenunterricht erheblich unterstützen.
Insgesamt erkennen Bildungeinrichtungen die Notwendigkeit, sich aktiv mit der Thematik rund um KI auseinanderzusetzen. Ziel ist es, sowohl Lehrende als auch Lernende auf die Herausforderungen und Chancen vorzubereiten, die durch diese Technologien entstehen. Weiterbildungsangebote für Lehrende, die sich mit der Integration von KI im Sprachenunterricht befassen, werden als notwendig erachtet, um die Schreibkompetenz und die digitale Literacy der Studierenden zu fördern.
Weitere Einblicke in die Kursangebote und Erfahrungen von internationalen Studierenden werden auf der Webseite des DaF-Bereichs bereitgestellt.