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Personalmangel in Kitas führt zu Schließungen in NRW – Neue Westfälische Berichterstattung

Die Pressemitteilung der Neuen Westfälischen (Bielefeld) vom Donnerstag berichtet über den zunehmenden Personalmangel in Kitas in NRW, der dazu führt, dass immer mehr Einrichtungen ganz oder teilweise schließen müssen. Im Februar 2024 gab es bereits 3.204 Meldungen von Kitas, die den Betrieb aufgrund von Unterbesetzung nicht mehr ohne Gefährdung von Kindern aufrechterhalten konnten. In 1.644 Fällen mussten Kitas teilweise geschlossen werden, und in 72 Fällen war eine komplette Schließung erforderlich.

Die Situation in NRW spiegelt einen bundesweiten Trend wider, der auf den anhaltenden Personalmangel in der Kindertagesbetreuung zurückzuführen ist. Dies führt nicht nur zu Einschränkungen im Angebot und zur Schließung von Einrichtungen, sondern belastet auch die verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unter erhöhtem Druck stehen.

Der Personalmangel in Kitas ist keine neue Herausforderung und hat verschiedene Ursachen. Einerseits steigt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen aufgrund von gesellschaftlichen Veränderungen wie dem steigenden Frauenanteil in der Erwerbsbevölkerung. Andererseits ist das Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher oft schlecht bezahlt und mit hohen Arbeitsbelastungen verbunden, was zu einem Mangel an qualifizierten Fachkräften führt.

Um dem Personalmangel langfristig entgegenzuwirken, sind Maßnahmen auf politischer Ebene erforderlich, wie z.B. eine bessere finanzielle Ausstattung der Kitas, eine Aufwertung des Berufsprofils der Erzieherinnen und Erzieher, sowie die Schaffung von attraktiven Arbeitsbedingungen.

Tabelle:

| Monat | Anzahl der Meldungen | Teilweise geschlossene Kitas | Ganz geschlossene Kitas |
|------------|----------------------|------------------------------|--------------------------|
| Februar 2023 | 1.827 | | |
| Februar 2024 | 3.204 | 1.644 | 72 |

Historisch betrachtet hat sich der Personalmangel in Kitas in den letzten Jahren kontinuierlich verschärft. Dies zeigt die steigende Anzahl von Meldungen über Unterbesetzung und Schließungen. Es ist wichtig, dass diese Entwicklung ernst genommen wird und Lösungen gefunden werden, um die Qualität der frühkindlichen Bildung und Betreuung langfristig sicherzustellen.



Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) / ots

Martin Schneider

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