In der nordrhein-westfälischen Stadt Aachen sorgt eine Serie von Brandstiftungen für Besorgnis. Am 9. Februar brannten in einem Kfz-Handel in der Moltkestraße drei Fahrzeuge. Diese Vorfälle setzte eine Kette weiterer Brände in den vergangenen Tagen in Gang, die am Wochenende des 15. und 16. Februar noch eine besorgniserregendere Wendung nahmen. Die Polizei hat bereits zwei verdächtige Männer festgenommen, die wegen Brandstiftung in Untersuchungshaft sitzen können.
Am Abend des 15. Februar, gegen 22 Uhr, wurde in der Franzstraße eine Mülltonne in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte schnell eingreifen und verhindern, dass sich das Feuer ausbreitete. Während dieses Einsatzes wurde ein weiterer Brand in einem Hinterhof an der Matthiashofstraße gemeldet, wo ein Baum in Flammen stand. Auch hier konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhindern.
Festnahmen und Ermittlungen
In der Nähe des Tatorts wurde ein 45-jähriger Mann festgenommen, der stark alkoholisiert war. Gegen ihn wird wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. In der Nacht zum Montag, dem 17. Februar, beobachteten Zeugen einen Mann in der Trierer Straße, der einen Papierhaufen in Brand setzte. Polizeibeamte löschten das Feuer und nahmen einen 56-Jährigen fest, um weitere Straftaten zu verhindern. Auch gegen ihn wird wegen Brandstiftung ermittelt.
Zusätzlich wurde am Blücherplatz gegen 4:40 Uhr eine brennende Mülltonne gemeldet. Ein aufmerksamer Zeuge zog den Müllbehälter rechtzeitig von einer Hauswand weg und alarmierte die Feuerwehr. Diese konnte das Feuer zügig löschen, jedoch blieb die Fahndung nach dem Täter zunächst erfolglos. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht zeugenaussagen.
Brandstiftung in Duisburg
In einem anderen Kontext, aber ebenfalls besorgniserregend, wird in Duisburg Brandstiftung vermutet. Dort werden vier Männer verdächtigt, in der Region Heu- und Strohballen in Brand gesetzt zu haben. Der Sachschaden beläuft sich auf eine sechsstellige Summe. Die Ermittlungen dazu werden von der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei geführt. Die Brandserie begann kurz nach Weihnachten und zieht sich nun über mehrere Wochen.
Die vier Tatverdächtigen befinden sich aktuell in Untersuchungshaft, und ihre Wohnungen wurden bereits durchsucht, um Beweismaterial zu sichern. Auch hier zeigt sich ein besorgniserregender Trend in den Brandstatistiken.
Brandstatistik und Trends
Um den Kontext der aktuellen Brandereignisse besser zu verstehen, ist ein Blick auf die Arbeit des CTIF (International Association of Fire and Rescue Services) hilfreich. Das CTIF veröffentlicht seit 1995 jährlich Berichte über die Weltbrandstatistik. Der jüngste Bericht im Jahr 2023 umfasst Daten aus 38 Staaten und 26 Großstädten.
Dabei werden wichtige Brandursachen analysiert und Trends im Zusammenhang mit städtischen Brandrisiken untersucht, die weitreichende politische, kulturelle und technische Entwicklungen über die im letzten Jahrhundert erlittenen Brände widerspiegeln. Wichtige Aspekte sind unter anderem die Anzahl der verzeichneten Brände, zahlenmäßige Auswertungen von Opfern sowie internationale Risikotrends, die bei der Entwicklung des Brandschutzes in urbanen Gebieten von Bedeutung sind.t-online.WDR.CTIF.