Am 8. Februar 2025, dem 1.080. Tag der russischen Invasion in der Ukraine, berichtet Präsident Volodymyr Zelenskyy über die Rückkehr nordkoreanischer Truppen an die Frontlinie in der Region Kursk. Diese Entwicklung ist nur eine von vielen, die den laufenden Konflikt prägen. Zelenskyy hebt hervor, dass es neue Angriffe in den operativen Gebieten gibt und dass eine „signifikante Anzahl“ gegnerischer Truppen „zerstört“ wurde. Der militärische Druck auf die Ukraine bleibt unvermindert.

Die russischen Streitkräfte haben die Kontrolle über die ostukrainische Bergbaustadt Toretsk übernommen, was vom russischen Verteidigungsministerium bestätigt wurde. Kiew bestreitet jedoch, dass die vollständige Kontrolle relativ zu den Berichten besteht. Diese gescheiterten offensiven Bemühungen deuten auf die anhaltende Intensität des Kampfes hin, während gleichzeitig die Sicherheitslage in der Region Saporischschja durch erhöhte Angriffe auf das gleichnamige Kernkraftwerk, deren Verursacher unklar bleibt, zusätzlich angespannt ist.

Nordkoreas militärische Unterstützung für Russland

Nordkorea hat Russland seit 2022 im Ukraine-Konflikt aktiv unterstützt. Diese Unterstützung umfasste die Anerkennung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk im Juli 2022, was zur Beendigung diplomatischer Beziehungen zwischen der Ukraine und Nordkorea führte. Berichten zufolge lieferte Nordkorea Artilleriemunition an Russland, was zu einer hohen Ausfallrate von bis zu 50% führte. Darüber hinaus kann Nordkorea jährlich bis zu zwei Millionen Artilleriegeschosse produzieren und hat im November 2024 fast 50 nordkoreanische Selbstfahrlafetten und 20 Kurzstreckenraketensysteme an Russland geliefert.

Ein schockierender Aspekt ist die Entsendung von 12.000 nordkoreanischen Soldaten, darunter Spezialkräfte, zur Unterstützung Russlands. Momentan sollen diese Soldaten etwa 2.000 US-Dollar monatlich verdienen und wurden mit russischen Uniformen sowie gefälschten Identitäten ausgestattet. Die NATO und ukrainische Militärs berichteten über deren Ankunft in der Region Kursk, während russische Vertreter Vorwürfe über die Präsenz nordkoreanischer Soldaten als „Fake News“ zurückwiesen.

Internationale Reaktionen und geopolitische Implikationen

Der US- und NATO-Vertreter zeigten sich besorgt über die geopolitischen Risiken, die durch die militärische Unterstützung Nordkoreas für Russland entstehen. Der UN-Generalsekretär warnte vor einer möglichen Internationalisierung des Konflikts, während Deutschland und Südkorea ebenfalls Bedenken äußerten. Diese Entwicklungen haben unter anderem zu einer Missbilligung der militärischen Unterstützung Russlands durch Nordkorea im Europäischen Parlament geführt. Abgeordnete forderten scharfe Sanktionsregelungen gegen Russland, Nordkorea und auch Iran.

Zudem soll die EU dem Konflikt mit einer erweiterten militärischen Unterstützung der Ukraine begegnen, die unter anderem die Lieferung von Kampfflugzeugen, modernen Luftabwehrsystemen und Ausbildungsprogrammen umfasst. Das Parlament plädiert dafür, dass EU-Mitgliedstaaten und NATO-Verbündete jährlich mindestens 0,25 % ihres BIP für die militärische Unterstützung der Ukraine aufwenden.

Die geopolitischen Spannungen verstärken sich täglich, da diese internationale Unterstützung entscheidend für die Fortführung des Konflikts ist. Während die Ukraine auf die Durchführung von Gesprächen mit den USA hinarbeitet, bleibt die Situation an der Frontlinie angespannt, und die Rückkehr nordkoreanischer Truppen könnte eine neue Eskalation im bereits komplexen Konflikt darstellen.

Zelenskyy sieht weiterhin Hoffnung in die internationale Gemeinschaft und betont die Notwendigkeit des Rechts und der Gerechtigkeit, während sich die Außenminister der EU nächste Woche in Paris treffen, um über den Krieg zu beraten. Der Kreml fordert Geduld und stellte fest, dass viele Berichte über US-Pläne, den Krieg zu beenden, ungenau seien. Als Teil dieser internationalen Dynamik wird die Ukraine auch im Februar den Besuch von Trumps Sondergesandtem für die Region, Keith Kellogg, erwarten.

Die Welt beobachtet gespannt, wie sich die Bedingungen in der Ukraine weiterentwickeln, während die hawkish Strategien sowohl von Nordkorea als auch von Russland die Sicherheitsarchitektur in der Region ernsthaft bedrohen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen können Sie die Berichte von Al Jazeera, Wikipedia und Europäischen Parlament nachlesen.