Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss einen bedeutenden Abgang verkraften: Lina Magull beendet ihre Karriere im DFB-Team. Die 30-jährige Mittelfeldspielerin, die seit ihrem Debüt im Oktober 2015 insgesamt 77 Länderspiele absolviert und 22 Tore erzielt hat, kündigte ihre Entscheidung mit Bedauern an. Sie wird im Rahmen des Nations-League-Spiels gegen Schottland am 8. April in Wolfsburg verabschiedet, wie remszeitung.de berichtet.

Magull kann auf eine erfolgreiche Zeit im deutschen Frauenfußball zurückblicken, während der sie an zahlreichen international bedeutenden Turnieren teilnahm. Dazu zählen unter anderem die U 17-Weltmeisterschaft 2010, die sie mit dem Team gewann, sowie die U 19-EM 2013 in Wales und die EM 2022, in der sie im Finale gegen England verlor. Trotz ihrer Erfolge in den verschiedenen Auswahlmannschaften konnte sie im DFB-Team keinen großen Titel gewinnen. Ihr letztes Länderspiel war eine 1:2-Niederlage gegen Australien im Oktober 2022.

Ein Rückblick auf ihre Karriere

Die gebürtige Münchenerin hat eine lange und erfolgreiche Reise im deutschen Fußball hinter sich. Nach ihrem Debüt für die A-Nationalmannschaft gegen Russland im Oktober 2015 nahm sie an zwei Weltmeisterschaften und mehreren Europameisterschaften teil. Besonders bemerkenswert ist ihr Olympiasieg 2016 in Rio de Janeiro, auch wenn sie dort zunächst als Ersatzspielerin aufgeboten wurde. Ihre Entwicklung innerhalb des Teams wurde auch von Bundestrainer Christian Wück gewürdigt, der Magull als wichtigen Bestandteil der Frauen-Nationalmannschaft bezeichnete.

Wück, der erst vor kurzem das Amt des Bundestrainers übernommen hat, äußerte Verständnis für Magulls Entscheidung und würdigte ihren Beitrag zum Team. Er betont das Potenzial der Mannschaft und die Notwendigkeit, junge Talente weiterzuentwickeln, um in Zukunft erfolgreich zu sein. Wücks Philosophie sieht vor, den Spielerinnen das Vertrauen zu schenken, ihre Spitzenleistungen zu fördern und eine Identität zu schaffen, was er als entscheidend für die kommenden Herausforderungen erachtet, insbesondere im Hinblick auf die nächste EM in der Schweiz.

Ein Blick in die Zukunft

Obwohl Magull die nationale Ebene verlässt, plant sie, ihre Karriere in Italien bei Inter Mailand fortzusetzen. Dies zeigt ihren unermüdlichen Ehrgeiz sowie die Entschlossenheit, weiterhin erfolgreich zu sein. Ihre Entscheidung, die Nationalmannschaft zu verlassen, sei für sie nicht leicht gefallen, so die Spielerin. Mit Dankbarkeit blickt sie auf die Zeit im DFB-Team zurück und wird stets als eine der prägenden Figuren des deutschen Frauenfußballs in Erinnerung bleiben.

Lina Magull hinterlässt bei ihren Fans, Mitspielern und Trainern einen bleibenden Eindruck – sowohl durch ihre sportliche Leistung als auch durch ihre charakterliche Stärke. Ihr Abschied am 8. April wird ein emotionaler Moment für alle Beteiligten sein, in dem die Errungenschaften und Erinnerungen gebührend gewürdigt werden.