Die Situation bei Borussia Dortmund (BVB) spitzt sich zu. Die Mannschaft hat seit fünf Pflichtspielen keinen Sieg errungen und steht mittlerweile auf dem 11. Platz der Bundesliga. Diese Misere äußert sich in vier Niederlagen, die das Team in eine Sinnkrise gestürzt haben. Torhüter Gregor Kobel spricht klar von der Notwendigkeit, dringend Erfolge einzufahren, insbesondere vor dem anstehenden Champions-League-Vorrunden-Finale gegen Schachtar Donezk am Mittwoch. Der Druck auf die Spieler wächst, da Interimscoach Mike Tullberg zu einer Rückbesinnung auf die „Grundtugenden“ des Vereins aufruft.

Nach der Trennung von Nuri Sahin wurde Tullberg als Übergangscoach eingesetzt, jedoch betont er, dass er nicht die Absicht habe, sich für eine dauerhafte Position zu empfehlen. Die Suche nach einem neuen Cheftrainer ist in vollem Gange, wobei Niko Kovac als favorisierte Lösung ins Spiel kommt. Laut OneFootball haben BVB-Offizielle am Montag Gespräche mit Kovac in Salzburg geführt, wobei die Verhandlungen bislang problematisch verlaufen sind. Kovac lehnt einen ersten Angebot für eine interimistische Rolle ab und zieht einen längerfristigen Vertrag vor.

Veränderungen im Kader

Diese sportlichen Herausforderungen werden durch interne Probleme verstärkt. So hat Donyell Malen den Verein verlassen, und ein Ersatz für ihn steht noch aus. Felix Nmecha hat sich schwer verletzt, was zu einem weiteren Rückschlag für die Mannschaft führt. Um den Kader zu verstärken, plant der BVB die Rückkehr von Salih Özcan, der zuletzt beim VfL Wolfsburg spielte. Inmitten dieser Unsicherheiten gibt es zudem Spannungen zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl und Kaderplaner Sven Mislintat, was darauf hindeutet, dass Mislintats Position gefährdet sein könnte.

Die Kritik an Matthias Sammer, einem Berater und TV-Experten, wegen seiner Bemerkungen zur Mannschaft und zum ehemaligen Coach Sahin erhöht den Druck zusätzlich. Trotz dieser internen Querelen betont Kobel, dass das Team sich nicht davon ablenken lässt und sich dringend Siege wünscht.

Künftige Trainerentscheidungen

Die Gespräche mit Kovac sind entscheidend für die Zukunft von Borussia Dortmund. Kovac, der derzeit in Salzburg lebt, hätte bei erfolgreichen Verhandlungen die Möglichkeit, bis zur Saison 2025/26 verpflichtet zu werden. Währenddessen bleibt die Zeit drängend, da die Mannschaft sich dringend stabilisieren muss. Der verlängerte Vertrag von Sportdirektor Kehl, trotz der bestehenden Kritik am Kader, lässt auf mögliche langfristige Veränderungen hoffen, um den BVB wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

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