Die Schülerzeitung „Die Giraffe“ des Gymnasiums am Wall (GaW) in Verden hat im Rahmen des Wettbewerbs „unzensiert“ von der Jungen Presse Niedersachsen großen Erfolg gefeiert. Die Redaktion, bestehend aus rund 30 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge fünf bis zwölf, sicherte sich den beeindruckenden dritten Platz in der Kategorie Gymnasium. Bei der feierlichen Preisverleihung war unter anderem der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil anwesend und übergab den stolzen Redakteuren eine Urkunde sowie ein Preisgeld von 200 Euro.
„Wir haben auf den Gewinn gehofft, da wir viel Zeit investiert haben“, äußerte die Redakteurin Veronika Stockmann. Die Schülerzeitung, die sich mit Themen wie Klimaschutz, Literaturtipps, Interviews und persönlichen Erfahrungsberichten beschäftigt, erscheint drei bis vier Mal im Jahr und ist auf Einnahmen angewiesen, um die Druckkosten zu decken. Das Preisgeld wird eine wertvolle Unterstützung für die Gruppe sein, die sich freitags nach der Schule trifft, um neue Ideen zu entwickeln.
Ein Stück Geschichte
Die Entstehung und der Name „Die Giraffe“ gehen auf die 1980er-Jahre zurück, als die Zeitung ins Leben gerufen wurde, um einen Überblick über verschiedene schulische und gesellschaftliche Themen zu symbolisieren. Zuvor trug die Schülerzeitung den Namen „Der Maulwurf“. André Irrgang spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiederbelebung der Zeitung im Jahr 2016 und sorgt seither für die Organisation des Drucks sowie die Verwaltung der Finanzen, während er den Schülern kreative Freiheit lässt.
Interessante Themen, die in der aktuellen Ausgabe behandelt werden, reichen von geschichtlichen und politischen Aspekten bis hin zu persönlichen Geschichten, wie Mateo Pesci, der über seine Erfahrungen als Austauschschüler in Argentinien berichtete. Dies zeigt das breite Spektrum an Fähigkeiten, die die Schüler im Rahmen ihrer journalistischen Tätigkeiten erwerben.
Der Wert von Schülerzeitungen
Schülerzeitungen wie „Die Giraffe“ sind nicht nur ein Spiegel des schulischen Lebens, sie stellen auch ein wichtiges Bildungsinstrument dar. Sie fördern die Meinungsbildung und Ausdrucksfähigkeit der Jugendlichen, indem sie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und schulischen Themen ermöglichen. Hierbei erlernen die Schüler essentielle Fähigkeiten in Journalismus, Mediengestaltung und Projektmanagement, während sie gleichzeitig Verantwortung und Teamarbeit praktizieren.
Darüber hinaus stärken diese Projekte die demokratische Kultur in Schulen und fördern kritisches Denken sowie das Bewusstsein für Meinungsfreiheit. Die Jugendlichen erleben durch die Erstellung und Veröffentlichung eigener Inhalte eine Form der Selbstwirksamkeit, die in unserer digitalisierten Welt von überragender Bedeutung ist. Im Verlauf der letzten sechs Jahre hat die AG von „Die Giraffe“ dreimal unter den Top drei der Wettbewerbe abgeschnitten, was die Motivation und das Engagement der Schüler demonstriert.
Für das Gymnasium am Wall ist „Die Giraffe“ nicht nur eine Schülerzeitung, sondern ein lebendiges Beispiel dafür, wie journalistische Arbeit und kreatives Schaffen junge Menschen stärken und deren Entwicklung fördern können.
Für weitere Informationen über Schülerzeitungen und deren Bedeutung im schulischen Kontext besuchen Sie besserewelt.info.
Die detaillierten Berichte über die jüngsten Erfolge und die Entwicklungen der Schülerzeitung können im Artikel des Weser-Kurier nachgelesen werden.