Der Abriss der alten Nordbrücke über die Aller in Verden hat begonnen, und die Vorbereitungen für den Neubau laufen auf Hochtouren. Laut Kreiszeitung tragen Bagger den Damm der Mittelinsel ab, während Projektleiter Stephan Kaack erklärt, dass flüssiger Beton in den Boden gepumpt wird, um die Böschung für die neue Brücke zu stabilisieren. Die Baumaßnahmen sind nicht nur notwendig, um den Verkehr zu sichern, sondern auch aufgrund der altersbedingten Einschränkungen der bestehenden Stahldeckbrücken. Diese stellen ein Sicherheitsrisiko dar, insbesondere in Bezug auf die Fahrbahnbreite und die Geh- und Radwege.
Die neue Struktur wird aus Beton und Stahl errichtet und erfüllt die neuesten technischen Vorgaben. Zur Stabilität der Brücke kommen neben Beton auch Stahlträger und Füllsand zum Einsatz. Insgesamt werden sieben Hülsen alle zwei Meter in die Böschung gebohrt. Die alten Materialien aus Asphalt und Beton werden beim Abriss geschreddert und wiederverwendet, wodurch der Rückbau nachhaltiger gestaltet wird.
Detailreiche Baumaßnahmen
Die Arbeiten am neuen Bauwerk sind beeindruckend und beinhalten auch umfangreiche Bohrarbeiten mit einem großen Bohrkopf, der bis zu 13 Meter tief eindringt. Zusätzlich werden schwere Holzbohlen zwischen die Stahlträger platziert, um die Stabilität weiter zu erhöhen. Der Rückbau der alten Nordbrücke könnte bis zum Herbst andauern, wobei die Durchführung stark von den Wasserständen in den Allerwiesen abhängt.
Die neue Nordbrücke wird nicht nur eine erhöhte Tragfähigkeit aufweisen, sondern auch eine Fahrbahnbreite von 8,70 m bieten, was auch LKW eine einstreifige Verkehrsführung ermöglicht. Beidseitig der B 215 wird ein gemeinsamer Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 m angelegt, um die Verkehrssicherheit für alle Nutzer zu verbessern. Die alte Brücke besteht aus drei Teilen: der Strombrücke, der Flutbrücke und der Fahrbahn auf der Mittelinsel, die zusammen etwa 200 Tonnen Stahl umfassen.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Der Neubau der Allerbrücke wird unter Berücksichtigung von Umweltschutz, Schallschutz und Hochwasserschutz durchgeführt, was zeigt, dass Nachhaltigkeit zunehmend in den Fokus der Baumaßnahmen rückt. Die umfassende Berücksichtigung dieser Aspekte ist ein Schritt in die richtige Richtung, womit das Bewusstsein für die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels in der Bauwirtschaft wächst. Viele Bauschaffende haben erkannt, dass ingenieurbauwerke nachhaltiger geplant werden müssen, auch wenn dies bisher oft zu wenig berücksichtigt wurde. Nabu berichtet von den Herausforderungen, die in der Planung und Umsetzung nachhaltiger Baupraktiken bestehen. Fehlende gesetzliche Verpflichtungen und das Risiko höherer Kosten sorgen oft dafür, dass Nachhaltigkeitsaspekte in der Planung vernachlässigt werden.
Durch den Abriss der alten Brücke, die seit vielen Jahren in Betrieb ist, und den anschließenden Neubau, wird das Ziel verfolgt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Umweltaspekt im Bauprozess aktiv zu integrieren. Diese Genauigkeit in den Planungsphasen ist entscheidend, um die Werte und die langfristige Wirtschaftlichkeit von Gebäudeprojekten zu steigern.
Insgesamt sind die Maßnahmen eine bedeutende Investition in die Infrastruktur von Verden, die nicht nur der Erhöhung der Verkehrssicherheit dient, sondern auch ein gutes Beispiel für moderne, nachhaltige Bauweisen ist. Dennoch bleibt abzuwarten, wie erfolgreich die Umsetzung in der praktischen Anwendung sein wird, während die Rückbauarbeiten der alten Brücke bis Sommer 2025 abgeschlossen sein sollen.