Am 10. März 2025 fand in Diepholz der Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ statt, bei dem das Gymnasium Sulingen mit herausragenden Projekten glänzte. Insgesamt sieben Projekte der Schule wurden ausgezeichnet, wobei insbesondere die Arbeit von Viola Meyer und Justus Campe (Klasse 5a) im Bereich Physik hervorsticht. Sie erhielten den ersten Preis sowie einen Sonderpreis für den schönsten Stand für ihr Projekt „Antistress-Wasserkraftwerk“. Ziel des Projekts ist es, Fußbewegungen zur Stromerzeugung zu nutzen, um eines Tages ein Handy aufladen zu können, auch wenn die Leistung derzeit noch nicht ausreicht.
Für den kommenden Landeswettbewerb Niedersachsen, der vom 24. bis 26. April in Einbeck stattfinden wird, sind die Schüler gut gerüstet. Auch im Bereich Technik überzeugten die Schüler Lennard aus Neuenkirchen und Jobst aus Wehrbleck (Klasse 8d) mit einem zweiten Preis, den sie für ihren innovativen Vergleich verschiedener Lenksysteme erhielten, der auf die Verbesserung von städtischen Fahrzeugen abzielt.
Innovationen in Chemie und Umwelt
Besonders eindrucksvoll war das Engagement im Bereich Chemie. Bennit Willenkamp (Staffhorst) und Jannis Ostermann (Sulingen, Jahrgang 12) gewannen den ersten Preis sowie den Sonderpreis Umwelttechnik für ihr Projekt zur Herstellung von Oktan durch Kolbe-Elektrolyse. Ihr Ansatz verfolgt das Ziel, eine Alternative zu fossilen Kraftstoffen zu entwickeln, wobei die bestehende Infrastruktur genutzt werden soll. Nach dem Wettbewerb planen sie, die Herstellung weiter zu optimieren, was zwischen dem 17. und 19. März in Clausthal-Zellerfeld erfolgen wird.
Ein weiteres Projekt von Emil Hrabowski (Sulingen), Vincent Elvis Langnau (Scholen) und Fabian Stutzke (Wagenfeld, Jahrgang 13) wurde mit dem zweiten Preis im Bereich Chemie und dem Sonderpreis des BASF-Standorts Lemförde ausgezeichnet. Ihr Projekt konzentriert sich auf die Optimierung der Polyesterherstellung aus Kokosfett und Rapsöl. Auch Jule Tomke Reiß (Klasse 10a) machte mit ihrer Untersuchung von Mikroplastik in Ackerböden auf sich aufmerksam, wo sie in allen Proben Mikroplastik fand, vor allem in konventionell bewirtschaftetem Boden.
Mikroplastik – ein zunehmendes Problem
Das Thema Mikroplastik wird auch bei anderen Wettbewerben zunehmend prävalent. So entwickelten drei junge Forscher aus Königs Wusterhausen – Swantje Pieplow, Felix Pochert und Annegrit Hübner – ein Projekt, das sich mit Mikroplastik in Kosmetikprodukten und dessen Gefahren für die Umwelt auseinandersetzt. Sie gewannen den Brandenburger Landeswettbewerb im Bereich Geo- und Raumwissenschaften. Dies zeigt das allgemeine Bewusstsein für die Problematik von Mikroplastik, das Kunststoffteilchen mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern umfasst. Dieses Problem ist weitreichend, da Mikropartikel oft nicht ausreichend in Kläranlagen herausgefiltert werden.
In ihrer Studie ermittelten die Forscher, dass täglich etwa 45.000 Mikroplastikpartikel Klärwerke verlassen, was zur weiteren Verbreitung dieser Stoffe in Gewässern führt, besonders da Klärschlamm als Dünger genutzt wird. Ihre Arbeit trägt zur Diskussion über politische Maßnahmen zur Reduktion von Plastik in Kosmetik bei, wobei sie die App „CodeCheck“ empfehlen, um Inhaltsstoffe zu überprüfen und mögliche Lösungen wie elektrostatische Aufladung zur Auffangung von Mikroplastik zu diskutieren. Ein Verzicht auf Plastik in Kosmetikprodukten wird ebenfalls gefordert.
Die breite Palette an Projekten bei „Jugend forscht“ zeigt, wie junge Menschen kreative Ansätze zur Bewältigung drängender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zurechtlegen. Auch die anstehende Wettbewerbsrunde in Niedersachsen wird die Möglichkeit bieten, diese innovativen Ideen weiter zu entwickeln.
kreiszeitung.de berichtet, dass …
berliner-zeitung.de informiert über die Mikroplastikproblematik, und
jugend-forscht.de gibt Einblicke in die Dimension dieses wachsenden Problems.