Die Polizeiinspektion Rotenburg hat beim 217. Fernfahrerstammtisch aktuelle Themen rund um Cannabis und dessen Auswirkungen auf den Straßenverkehr diskutiert. Mit dem neuen Cannabisgesetz, das 2024 in Kraft tritt, wurde der THC-Grenzwert im Blutserum von 1 ng/ml auf 3,5 ng/ml angehoben. Fahrer, die diesen Wert überschreiten, können mit hohen Geldbußen von bis zu 5.000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren rechnen, sollte es zu einer konkreten Gefährdung im Straßenverkehr kommen.

PHK Bellmann vermittelte den Teilnehmenden die rechtlichen Grundlagen und die gesundheitlichen Risiken des Cannabisverbrauchs, einschließlich Veränderungen der Wahrnehmung und Müdigkeit. Besonders betont wurde die Bedeutung der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis. Tamira Hargrett vom TÜV Nord erklärte, dass das Trennvermögen zwischen Drogenkonsum und Autofahren entscheidend sei, speziell für Berufskraftfahrer und solche, die unter Drogeneinfluss mit Kindern fahren. Sie plädierte für Selbstreflexion und Stressbewältigungsstrategien zur erfolgreichen MPU-Vorbereitung. Der nächste Stammtisch findet am 2. April 2025 statt, wobei prominente Gäste wie Prof. Dr. Dirk Engelhardt erwartet werden.