Wolfram von Bodecker und Alexander Neander, zwei erfahrene Pantomimen, ziehen das Publikum mit ihrer einzigartigen Kunstform in den Bann. Durch Langsamkeit und gezielte Mimik veranschaulichen sie Emotionen und erzählen Geschichten, ohne dabei ein Wort zu verlieren. Die beiden Künstler, die sich während ihres dreijährigen Studiums an der Ecole Marcel Marceau in Paris kennengelernt haben, bringen über 29 Jahre gemeinsame Bühnenerfahrung und mehr als ein Jahrzehnt Zusammenarbeit mit der Compagnie Marcel Marceau mit. Im Jahr 1996 gründeten sie ihr eigenes Theater, wo sie Produktionen mit Elementen von Objekttheater, Bildertheater und Magie präsentieren.

Am 6. März 2025 erlebten 27 Kinder ab der vierten Klasse an der Freien Waldorfschule Lindenstraße in Osterholz-Scharmbeck eine besondere Gelegenheit. Sie nahmen an einem Pantomime-Workshop teil, der von von Bodecker und Neander geleitet wurde. Dieser Workshop war nicht nur eine praktische Einführung in die Kunst der Pantomime, sondern auch eine Möglichkeit für die Kinder, Emotionen wie Freude, Angst und Stolz durch Körpersprache und Gestik darzustellen. Walter Jordan, ein Lehrer der Waldorfschule, berichtete von der Begeisterung der Kinder für die Übungen und seiner Überzeugung, dass diese Erfahrung ihnen beim Ausdruck auf der Theaterbühne helfen könnte.

Öffentliche Aufführung zum Abschluss des Workshops

Ein Höhepunkt des Workshops erwartet die Kinder und das Publikum am Freitag, den 7. März. An diesem Abend findet eine öffentliche Aufführung statt, die um 19 Uhr beginnt. Einlass ist bereits um 18:30 Uhr. Die Ticketpreise sind erschwinglich: 15 Euro für Schüler und 25 Euro für Erwachsene. Die Tickets sind über das Schulbüro erhältlich und versprechen ein unterhaltsames Erlebnis für alle Besucher.

Die Kunstform der Pantomime erfordert Disziplin und die Fähigkeit, komplexe Emotionen nur durch Bewegungen zu transportieren. Diese Essenz des Theaters, wie von von Bodecker beschrieben, wird durch spezifische Körperhaltungen und Bewegungen geformt, die von Marcel Marceau codiert wurden. Zudem ist das Bewusstsein für die eigene Körpersprache entscheidend, um gezielte Wirkungen zu erzielen. So können Mimik und Gestik, wie das Lächeln für Freude oder die gerunzelte Stirn für Besorgnis, die emotionale Tiefe einer Darstellung verstärken.

Die Interaktion zwischen Darsteller und Publikum ist ein weiterer Schlüsselaspekt der Pantomime. Blickkontakt und bewegte Gesten fördern die Zuschauerbeteiligung und intensivieren die Wirkung der Performance. Zusätzlich betont die Plattform gruppenstundenspiele.de, dass Kreativität und Fantasie zentrale Elemente sind, um Geschichten neu und spannend zu erzählen. Dabei können auch improvisierte Bewegungen dazu führen, dass neue Perspektiven auf die klassischen Erzählungen eröffnet werden.