Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine, die seit mehr als zwei Jahren andauern, nehmen weiterhin dramatische Ausmaße an. Die ukrainischen Streitkräfte haben in den letzten sechs Monaten bedeutende Fortschritte in der russischen Grenzregion Kursk gemacht und kontrollieren nun große Teile dieses Gebiets. Währenddessen sieht sich die russische Armee enormen Verlusten gegenüber, die schätzungsweise bei 40.000 Soldaten liegen, darunter mehr als 16.000 Gefallene, berichtet Kölner Stadt-Anzeiger.

Trotz bisher erfolgloser Versuche, die ukrainischen Streitkräfte aus dieser strategisch wichtigen Region zu vertreiben, bleibt die russische Seite ihrer militärischen Strategie treu. In einem besorgniserregenden Trend ordnen russische Kommandeure an, dass verletzte Soldaten, die nicht geheilt sind, erneut an die Front geschickt werden. Das britische Verteidigungsministerium hebt hervor, dass Videos von russischen Soldaten, die bei Kämpfen mit Krücken unterwegs sind, auf eine Überlastung der medizinischen Versorgung hinweisen.

Hohe Verluste und verzweifelte Maßnahmen

Berichte über die russischen Verluste stützen sich auf die Einschätzung von Generalinspekteur Carsten Breuer, der angibt, dass seit Beginn des Ukraine-Konflikts über 840.000 russische Soldaten gefallen oder verwundet sind. Tägliche Verlustzahlen in der Größenordnung von 1.000 bis 1.500 Soldaten lassen ahnen, dass die militärische Lage für Russland zunehmend kritisch wird. In der Genealogie der Kommandostruktur scheinen die hohen Verluste zu einer direkten Gefährdung für die Moral der Truppe zu führen.

In der Oblast Kursk sind russische Panzer auf eine neue Taktik der ukrainischen Soldaten gestoßen, die Kamikaze-Drohnen zur Zerschlagung russischer Panzerangriffe einsetzen. Insbesondere ungeschützte Panzer haben sich als leichte Ziele erwiesen, was zur Dokumentation über 1.052 verlorene T-80-Panzer seit Februar 2022 führt, so die Open-Source-Intelligence-Website Oryx, wie Merkur berichtet.

Feldzug der Ukraine und die Rolle Nordkoreas

Die ukrainische 47. Brigade „Magura“ zeigt in einem Video, wie sie einen russischen Angriff erfolgreich abwehrt. Am 8. Januar 2024 konnten nach ukrainischen Angaben 50 russische Angriffe abgewehrt werden, wobei zahlreiche Soldaten auf der russischen Seite getötet oder verwundet wurden. Diese Informationen sind jedoch nicht unabhängig verifiziert. Russland muss zudem mit der Herausforderung umgehen, Unterstützung aus Nordkorea zu erhalten, die bisher erfolglos geblieben ist. Dennoch scheinen bereits von Nordkorea gelieferte Haubitzen in der Offensive der Russen zum Einsatz zu kommen, aber auch deren Wirksamkeit wird in Frage gestellt, wie die militärische Analyse zeigt, die in einer Berichterstattung von ZDF aufgegriffen wird.

Trotz der hohen Verlustzahlen bleibt der Kreml hartnäckig in seiner Kriegsführung und droht weiterhin mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen Aggressionen, insbesondere im Zusammenhang mit Belarus.