Die Polizeiinspektion Delmenhorst hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg eine Großrazzia gegen ein nigerianisches Verbrechersyndikat durchgeführt. Insgesamt 13 Beschuldigte im Alter von 40 bis 62 Jahren stehen unter Verdacht, über Jahre hinweg gewerbs- und bandenmäßigen Betrug, Geldwäsche sowie Menschenhandel und Zwangsarbeit betrieben zu haben. Dabei soll das Syndikat mehr als eine Million Euro erlangt haben, unter anderem durch den Versand gefälschter Rechnungen.
Einige Beschuldigte wird vorgeworfen, illegal beschäftigte Personen ohne Aufenthaltstitel angestellt und deren Löhne vollständig einbehalten zu haben. Nach ersten Auswertungen beschlagnahmter Beweismittel habe sich der dringende Tatverdacht gegen einen weiteren Verdächtigen erhärtet, weshalb die Staatsanwaltschaft Antrag auf Untersuchungshaft gestellt hat. Die Entscheidung des Gerichts steht noch aus. Unterstützung erhält die Polizei dabei von zahlreichen Behörden und internationalen Strafverfolgungsbehörden, die seit Juli 2024 an den Ermittlungen beteiligt sind.