Die Buslinie 270 wird dauerhaft nicht mehr durch Dötlingen fahren, wie die Kreiszeitung berichtet. Diese Entscheidung wurde aufgrund von Brückenbauarbeiten in Munderloh getroffen. Dadurch kann der bisherige Stundentakt aufrecht erhalten bleiben. Die neue Strecke führt direkt von Aschenstedt nach Neerstedt und lässt dabei sieben Haltestellen weg. Uwe Kläner, ein Vertreter der Bürgermeisterin von Dötlingen, äußert seinen Unmut über diese dauerhafte Änderung.
Die Gemeinde Dötlingen hofft, dass der Landkreis die Route nach der Fertigstellung der Brücke anpassen wird. Allerdings betont Maik Ehlers, der Leiter des Kreisschul- und Hochbauamtes, dass die Streichung Dötlingens von Anfang an als dauerhaft geplant war. Die neue Streckenführung hat sich als pünktlicher erwiesen und verzeichnet bereits mehr Fahrgäste.
Neue Verbindungen und Umstieg
Geplant ist auch die Einführung der neuen Linie 271, die Dötlingen an Wildeshausen anbinden soll. Diese Linie ermöglicht einen Umstieg in Aschenstedt, allerdings wird dieser Umstieg als unzuverlässig beschrieben. Ziel ist es, die Linie bis Huntlosen zu verlängern, um eine verbesserte Anbindung zu schaffen. Angesichts dieser Änderungen würden Fahrgäste 15 Minuten gegenüber der aktuellen Lösung und 5 Minuten gegenüber der ursprünglichen Route einsparen.
Allerdings ist die neue Lösung teurer, was bei schwachen Fahrgastzahlen Bedenken aufwirft. Der „Huntesprinter“ wurde ursprünglich vor über 20 Jahren eingeführt, um die Region Oldenburg besser zu erschließen. Leider lässt sich derzeit feststellen, dass die Weichen in der Verkehrspolitik zunehmend auf Veränderungen gestellt werden.
Öffentlicher Personennahverkehr im Umbau
Die Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr sind nicht nur ein regionales Phänomen. Vor der Corona-Pandemie nutzten rund 10 Milliarden Fahrgäste im Jahr 2018 den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Doch die Corona-Pandemie, die Energiekrise und die Inflation führten zu einem signifikanten Rückgang der Fahrgastzahlen. Um dem entgegenzuwirken, haben Initiativen wie das 9-Euro-Ticket und das Deutschland-Ticket dazu beigetragen, Fahrgäste zurückzugewinnen.
Zusätzlich gibt es einen dringenden Bedarf an Modernisierung, Ausbau und Barrierefreiheit der Infrastruktur. Dies erfordert massive Investitionen in die ÖPNV-Kapazitäten, insbesondere im Busverkehr. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist derzeit damit beauftragt, den Zustand und den Investitionsbedarf des Verkehrsnetzes zu ermitteln. Ein erheblicher Nachholbedarf wurde festgestellt, mit notwendigen Investitionen von bis zu 64 Milliarden Euro bis 2030, wie auf vdv.de ausgeführt.