Rund 50 Interessierte nahmen an einem Treffen zum Thema Busanbindung in Dötlingen teil, das von den Grünen initiiert wurde. Anlass war der Vorschlag der Kreisverwaltung, die aktuelle Linienführung beizubehalten, was bedeutet, dass der Bus die Gemeinde künftig nicht mehr ansteuert. Dies wurde als äußerst unzureichend angesehen, insbesondere nachdem die Buslinie 270 aufgrund von Brückenbauarbeiten in Munderloh geändert wurde. Die neue Linie 271 soll nun durch Dötlingen fahren, um einen Übergang zum Huntesprinter zu bieten, doch die Anwohner sind unzufrieden mit dieser Lösung.
Die Änderung der Buslinie ist seit acht Monaten in Kraft und führt zur Streichung von sieben Haltestellen. „Wir müssen sicherstellen, dass Dötlingen nicht abgehängt wird“, äußerte sich Anke Spille (CDU) während der Diskussion. Auch Thore Güldner (SPD) forderte, vergleichbare Taktungen und Wochenendverkehre wie bei der ehemaligen Linie 270 zu etablieren. Zukünftig wird am 18. März im Struktur- und Klimaschutzausschuss über die geplante Streckenführung beraten.
Die Zukunft der Busanbindung
Die geplante neue Linie 271 soll Dötlingen direkt mit Wildeshausen verbinden und einen Umstieg in Aschenstedt ermöglichen. Während einige Vertreter, wie Maik Ehlers von der Kreisverwaltung, die neue Verbindung als effizienter und pünktlicher beschreiben, bleibt die Anbindung als unzuverlässig in der öffentlichen Wahrnehmung. Die Anwohner sehen darin jedoch eine Abkopplung vom traditionell genutzten Huntesprinter, der vor über 20 Jahren eingeführt wurde, um den Landkreis Oldenburg zu erschließen.
- Die Buslinie 270 wird dauerhaft nicht mehr durch Dötlingen fahren.
- Die neue Linie 271 soll die Ortschaften Hockensberg, Brettorf, Neerstedt, Ostrittrum, Westrittrum und Huntlosen miteinander verbinden.
- Eine Rückkehr des Huntesprinters bleibt nach Abschluss der Bauarbeiten leider aus.
Der Landrat Christian Pundt hat die Erörterung der Anbindung als wichtig erachtet, wies jedoch darauf hin, dass der Landkreis alle Verbindungen im Blick behalten müsse. Auf den Vorschlag eines Bürgers, die Linie 270 wieder mit nur einer Haltestelle anzubieten, gab es Zustimmung aus der Versammlung. Zudem wurde angeregt, die Anzahl der Haltestellen in anderen Ortschaften zu reduzieren, um eine Zeitersparnis zu ermöglichen.
Gabriele Roggenthien von den Grünen unterstrich die Notwendigkeit, die Linien attraktiv zu gestalten, um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu fördern. Die endgültigen Entscheidungen über die Busverbindungen müssen jedoch die Gebietsvertreter und der Landkreis in Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung bringen. Eduard Hüsers (Grüne) versprach eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema, während die Belastbarkeit der neuen Verbindungen von den Fahrgastzahlen abhängt.
Die weiteren Entwicklungen werden mit Spannung erwartet, insbesondere die Resultate der bevorstehenden Sitzung des Struktur- und Klimaschutzausschusses, die Klarheit über die Zukunft der Busanbindungen bringen könnte.