Am 17. März 2025 hat Hannover 96 fristgerecht die Lizenzierungsunterlagen für die Saison 2025/26 bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht. Nach einem internen Streit zwischen der Kapitalseite um Geschäftsführer Martin Kind und den Vertretern des Hannover 96 e.V. gab es grundlegende personelle Veränderungen im Verein. Am Sonntag wurden die neuen Geschäftsführer Marcus Mann und Henning Bindzus vorgestellt, die die notwendigen Unterlagen am Montag unterzeichneten.

Die Einreichungsfrist für die Lizenzunterlagen war auf den 15. März, 15:30 Uhr, datiert. Fiel dieses Datum auf ein Wochenende, verschob sich der Stichtag auf den folgenden Montag, was hier nicht der Fall war. In der diesjährigen Lizenzrunde haben 13 Vereine aus der 3. Liga ebenfalls ihre Unterlagen für eine Zweitliga-Lizenz eingereicht. Die DFL bestätigte, dass alle 36 Proficlubs der Bundesliga und 2. Bundesliga den vorgesehenen Termin eingehalten haben.

Prüfung der Lizenzunterlagen

Die DFL wird die eingereichten Unterlagen nun auf verschiedene Kriterien prüfen. Neben finanziellen Aspekten werden auch sportliche, rechtliche und personell-administrative Kriterien unter die Lupe genommen. Diese Überprüfung erfolgt durch Fachleute im Lizenzmanagement, die entscheidend für die Vergabe der Lizenzen sind. Die DFL-Geschäftsführung wird bis Mitte April über die Lizenzvergabe entscheiden, wobei alle Clubs zeitgleich über das Ergebnis informiert werden müssen.

  • Vereine aus der 3. Liga müssen ihre Unterlagen bis zum 1. März einreichen.
  • Vom 1. April an müssen Clubs, die auf- oder absteigen können, eine Plan-Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen.
  • Versäumnisse führen zur Nichtvergabe der Lizenz.

Bei negativer Liquiditätsberechnung sind Clubs verpflichtet, Nachbesserungen bis zu einem festgesetzten Termin vorzunehmen. Eine Lizenz unter Auflagen garantiert die Spielgenehmigung, wobei die Auflagen während der Saison einzuhalten sind. Andernfalls drohen Geldstrafen oder Punktabzüge. Clubs haben außerdem die Möglichkeit, innerhalb einer Woche gegen die Entscheidungen Einspruch zu erheben.

Folgen fehlender Lizenz

Die Bedeutung einer Lizenzierung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Clubs, die vor Saisonbeginn keine Lizenz erhalten, gelten automatisch als Absteiger in die 3. Liga. Dies hat auch Einfluss auf die Anzahl der sportlich abgestiegenen Clubs. Ein Lizenzentzug während der Saison führt zu einem Ausscheiden des betroffenen Clubs am Ende des Spieljahres, wobei alle Spiele des lizenzierten Vereins für und gegen die Gegner gewertet werden.

Insgesamt zeigt sich, dass der Lizenzierungsprozess für die Bundesliga und 2. Bundesliga standardisiert und sorgfältig durchdacht ist. Alle Beteiligten müssen die festgelegten Kriterien und Fristen einhalten, um die Herausforderungen der kommenden Saison erfolgreich zu meistern. Weitere Informationen über den Lizenzierungsprozess sind auf der Webseite der DFL zu finden, wo die Entscheidungswege und Instanzen genauer erläutert werden können, wie dfl.de berichtet.