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‚EDEKA Streiks in Lauenau: Gewerkschaft ver.di fordert höheres Gehalt und langfristigen Tarifvertrag‘

Streit um faire Bezahlung im Handel: Aktuelle Entwicklungen im Tarifkonflikt in Niedersachsen und Bremen

Der Tarifkonflikt im Einzel- und Großhandel in Niedersachsen und Bremen dauert bereits ein Jahr an, wobei die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zusammen mit zahlreichen Beschäftigten für einen neuen Tarifvertrag kämpft. Trotz des langen Kampfes befinden sich die Arbeitgeber weiterhin in einer Blockadehaltung und haben keine Gespräche geführt oder vereinbart. Innerhalb dieses Zeitraums haben die Mitarbeiter des ver.di-Landesbezirks Niedersachsen-Bremen insgesamt 3.053 Streiktage verzeichnet, wobei allein im Bezirk Hannover-Heide-Weser 1.019 Streiktage verzeichnet wurden.

Beschäftigte im Einzelhandel, darunter bei Unternehmen wie Ikea, H&M, Edeka und Rewe, haben regelmäßig für bessere Tarifverträge gestreikt. Insbesondere betonen Gewerkschaften, dass die Streiks in großen Lebensmittellagern wie dem EDEKA-Lager in Lauenau den größten wirtschaftlichen Schaden verursacht haben. Die Streikbereitschaft ist auch nach einem Jahr nach Beginn der Tarifrunde nach wie vor stark, wie die erneuten Streiks bei IKEA in Großburgwedel und Laatzen sowie im Edeka-Lager in Lauenau zeigen.

Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Gehalts- und Lohnerhöhung von 2,50 Euro pro Stunde, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 250 Euro und eine Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Zusätzlich wird die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge und ein rentenfestes Mindestentgelt von 13,50 Euro pro Stunde gefordert. Insgesamt sind in der Branche rund 330.000 Beschäftigte in Niedersachsen und 28.000 Beschäftigte in Bremen tätig.

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Tobias Müller

Lebt in Spandau und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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