Cloppenburg

Stromversorgung im Wandel: Neuer Erdkabel-Abschnitt bringt Entlastung in Beverbruch

Das Kabelnetzbetreiber Tennet verlegt ein 3,6 Kilometer langes Erdkabel zwischen Conneforde und Merzen, wodurch Beverbruch entlastet wird und Raum für Entwicklung geschaffen wird. Das Kabel besteht aus Kupfer und hat an den Rändern Lichtwellenleiter eingearbeitet. Es werden sechs Kabelstränge in zwei Systemen verlegt, die zusammen rund 45 Kilometer Kabel ergeben. Die Verlegung erfordert präzise technische Arbeiten, einschließlich Verbindungspunkte in Muffengruben. Der Boden trocknet nicht aus, da die Kabel Wärme abgeben. Die Kabelverlegung in der Erde ist teurer und zeitaufwändiger als Freileitungen. Weitere Einzelheiten können Sie im Artikel auf www.nwzonline.de nachlesen.

Ähnliche Projekte zur Verlegung von Erdkabeln gab es in der Vergangenheit in verschiedenen Regionen Deutschlands. Ein bekanntes Beispiel ist das Projekt „SuedLink“, das eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung von Schleswig-Holstein bis nach Bayern vorsieht. Diese Leitung soll unter anderem dazu dienen, erneuerbare Energie aus dem Norden Deutschlands in den Süden zu transportieren und den Netzausbau voranzutreiben.

Statistisch gesehen hat sich der Anteil von Erdkabeln im deutschen Stromnetz in den letzten Jahren erhöht. Laut Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden im Jahr 2020 rund 50 Prozent der neuen Stromleitungen als Erdkabel verlegt, im Vergleich zu 20 Prozent im Jahr 2010. Diese Entwicklung zeigt einen klaren Trend zu unterirdischen Stromleitungen in Deutschland.

In Bezug auf die Auswirkungen auf die Region in Deutschland, können mögliche Zukunftseffekte des Erdkabelbaus im Bereich Beverbruch vielfältig sein. Einerseits kann die Verlegung von Erdkabeln dazu beitragen, Landschaften zu schonen und die Akzeptanz für den Netzausbau zu erhöhen. Durch den Einsatz von Erdkabeln können auch potenzielle negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt durch Freileitungen reduziert werden. Andererseits sind Erdkabel zumeist teurer und aufwändiger in der Installation, was zu höheren Kosten und längeren Bauzeiten führen kann.

Insgesamt ist der Einsatz von Erdkabeln ein wichtiger Schritt in der Modernisierung und Optimierung des deutschen Stromnetzes, um die Energiewende voranzutreiben und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Trend zu unterirdischen Stromleitungen in Deutschland weiterentwickeln wird und welche Auswirkungen dies auf die zukünftige Energieinfrastruktur haben wird.

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Mit einem Portfolio, das mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung umfasst, ist der freie Redakteur und Journalist Konrad l. Schneider ein fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.
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