Markus Eisenbichler, der sechsfacher Skisprung-Weltmeister, steht vor einer entscheidenden Phase seiner Karriere. Am 22. Januar 2025 wurde er aus dem deutschen Weltcup-Team ausgeschlossen und versucht nun, sich im Continental Cup zurückzukämpfen. Seine bisherigen Ergebnisse sind jedoch besorgniserregend. Im Continental Cup in Bischofshofen belegte er am Samstag den 21. Platz und am Sonntag nur den 40. Platz im ersten Durchgang. Diese Leistungen setzen seine Ambitionen für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Trondheim unter Druck, wie Merkur berichtet.

Bundestrainer Stefan Horngacher hat Eisenbichler gemeinsam mit Stephan Leyhe aus dem Weltcup-Team gestrichen. Während Leyhe im Continental Cup den fünften Platz errang und somit bessere Chancen auf eine Rückkehr hat, sieht es für Eisenbichler düster aus. Seine Konkurrenz im Team, darunter Constantin Schmid und Philipp Raimund, wird ebenfalls um die begehrten A-Kader-Plätze kämpfen müssen. Für Eisenbichler sind die nächsten Continental-Cup-Wettkämpfe entscheidend, da seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft und seine sportliche Zukunft auf der Kippe stehen.

Zukunftsperspektiven im Continental Cup

Trotz seiner aktuellen Schwierigkeiten zeigt Eisenbichler in dieser Saison auch Lichtblicke. So konnte er am 10. März 2024 in Lahti, Finnland, einen Sieg im Continental Cup erringen und belegte am Vortag den zweiten Platz. Diese Erfolge könnten ihm die Möglichkeit eröffnen, im Saisonfinale eine Chance im Weltcup-Team zu erhalten, da andere Springer wie Karl Geiger ebenfalls nicht in Topform sind, wie Sportschau anmerkt.

Eisenbichler hält den deutschen Rekord mit 248 Metern, aufgestellt in Oslo 2017 und 2019. Ein starker Auftritt in den bevorstehenden Wettkämpfen wäre nicht nur für ihn, sondern auch für das gesamte deutsche Team wichtig im Hinblick auf die WM 2025. Der Bundestrainer bezeichnete ihn in der Vergangenheit bereits als „Option“ für das Weltcup-Team.

Deutsches Team in der laufenden Saison

Die aktuellen Herausforderungen im deutschen Skisprung-Team zeigen sich auch in den letzten Wettkämpfen. Am 18. Januar 2025 erreichte das Team beim Wettbewerb in Zakopane, Polen, nur den vierten Platz. Mit insgesamt 1.110 Punkten konnten sie die Österreicher, die 1.170,4 Punkte erzielten, nicht übertreffen. Unter den deutschen Springern belegte Karl Geiger die besten Plätze mit 136,5 und 139,5 Metern. Neben ihm sprangen auch Pius Paschke und Philipp Raimund, die sich in den kommenden Wochen ebenfalls beweisen müssen, um ihre Chancen auf Kaderplätze zu wahren. Sportschau zeigt auf, dass das DSV-Team zur Halbzeit noch Dritter lag, jedoch hinter Slowenien und Norwegen zurückfiel.

Bundestrainer Horngacher äußerte sich trotz des vierten Platzes positiv. Die bisherigen Ergebnisse ermutigen, sind jedoch ein deutliches Zeichen dafür, dass jeder Springer auf seine Form achten muss, um den Herausforderungen der WM gewachsen zu sein. Sowohl Eisenbichlers individueller Kampf als auch die Teamleistung könnten in den kommenden Wochen entscheidend sein für die Zukunft des deutschen Skisprung-Teams.