Am 7. März 2025 haben die deutschen Nordischen Kombinierer bei der Weltmeisterschaft in Trondheim triumphiert. Das Team, das aus Johannes Rydzek, Wendelin Thannheimer, Julian Schmid und Vinzenz Geiger bestand, sicherte sich den ersten WM-Titel in Norwegen, nachdem sie zuvor dreimal in Folge mit Silber abgeschnitten hatten. Diese Goldmedaille markiert die Rückkehr eines deutschen Teams an die Spitze, nachdem der letzte Titel 2017 gewonnen wurde. Bundestrainer Eric Frenzel konnte sich nach seinem Karriereende über diesen Erfolg freuen und lobte seine Athleten für ihre starke Leistung unter schwierigen Bedingungen.
Im Wettkampf gab es einige aufregende Wendungen. Rydzek stürzte während seiner Schlussrunde, verlor seine Brille und übergab mit 13 Sekunden Rückstand an Thannheimer. Trotz dieses Rückschlags blieb Thannheimer stark und hielt den Rückstand konstant. Schmid zeigte eine beeindruckende Vorstellung, überholte seinen direkten Gegner Martin Fritz und übergab Geiger mit einem Vorsprung von 6,6 Sekunden auf die letzte Etappe. Geiger setzte am entscheidenden Punkt, dem letzten Anstieg, zur Attacke an und sicherte somit den Sieg für das deutsche Quartett.
Widrigkeiten und Teamgeist
Der Wettkampf war nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Nervenprobe. Vor dem entscheidenden Rennen hatte Norwegen noch in Führung gelegen. Die Disqualifikation von Jörgen Graabak wegen einer unzulässigen Bindung im Skispringen war jedoch ein herber Rückschlag und führte dazu, dass Norwegen mit über eineinhalb Minuten Rückstand in die Loipe ging. Trotz dieser Widrigkeiten war das deutsche Team erfolgreich und konnte sich neben Österreich, das Silber gewann, auch gegen Norwegen durchsetzen, das schließlich Bronze errang.
Vinzenz Geiger holte sich mit diesem Sieg seine erste Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft, nachdem er bereits Silber im Mixed und Bronze im Normalschanzen-Einzel gewonnen hatte. Er kann nun auf einen kompletten Medaillensatz bei diesen Titelkämpfen blicken. Während des Spiels setzte Geiger eine Strategie um, die an das legendäre WM-Finale 2014 von Joachim Löw und Mario Götze erinnerte: „Du bist der Chef.“ Diese mentale Stärke war entscheidend für den Erfolg des Teams.
Der Kontext und die Reaktionen
In der direkten Konkurrenz gab es virale Auseinandersetzungen zwischen den Skinationen. Jarl Magnus Riiber, der für Norwegen die Bronzemedaille sicherte, hatte zuvor eine Serie von sechs gewonnenen WM-Rennen in Folge und ist mit insgesamt zehn Titeln Rekordhalter. Julian Schmid äußerte sich abfällig über Riibers Kommentare, was die Spannungen zwischen den Skiverbänden nochmals verstärkte.
Frenzel, als Trainer der siegreichen Mannschaft, konnte seine Freude über den Titel kaum verbergen und zeigte sich stolz auf die Leistungen seiner Athleten. Der Triumph in Trondheim stellt nicht nur eine persönliche Errungenschaft für die Sportler dar, sondern auch einen bedeutenden Erfolg für den Deutschen Skiverband (DSV), der nach mehreren Jahren des Wartens endlich wieder auf dem obersten Treppchen steht. Nach diesem großartigen Sieg kündigte Geiger an, nach dem Einzelwettbewerb, der am Samstag stattfindet, zu feiern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutschen Nordischen Kombinierer einen bemerkenswerten Wettkampf abgeliefert haben, der sowohl sportliche Exzellenz als auch einen eindrucksvollen Teamgeist demonstrierte.
Weitere Informationen können bei Süddeutsche, ran und Sky nachgelesen werden.