Am 14. Februar 2025 äußert sich das Präsidium der Technischen Universität Braunschweig (TU Braunschweig) in einer aktuellen Mitteilung zur Bundestagswahl und ruft zu einer hohen Wahlbeteiligung auf. Parallel dazu arbeitet das Spin-off OKAPI:Orbits an einem neuen Referenzmodell für Weltraumschrott. Dieses Projekt findet in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Raumfahrtsysteme und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) statt, was die bedeutende Rolle der TU in der Raumfahrtforschung unterstreicht.
Der Umgang mit Weltraummüll stellt nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine technologische Herausforderung dar. Weltweit gibt es mittlerweile über 36.860 erfasste Trümmerteile im Weltraum, eine Besorgnis erregende Statistik, die durch den stetigen Anstieg aktiver Satelliten bedingt ist. Laut einer Analyse hat sich die Anzahl aktiver Satelliten von etwa 1.000 im Jahr 2010 auf über 10.000 im Jahr 2025 verzehnfacht. Diese Entwicklung erfordert dringend internationale Kooperationen sowie innovative Lösungen zur Bekämpfung von Weltraummüll. DGVN hebt hervor, dass der Weltraummüll Satelliten und sogar zukünftige Missionen bedroht, was das Handeln der internationalen Gemeinschaft notwendig macht.
Innovationen in der Raumfahrtforschung
Zusätzlich zu den Bemühungen um die Weltraummüllproblematik widmet sich die TU Braunschweig auch der Entwicklung umweltfreundlicherer Technologien in der Luft- und Raumfahrt. Professor Kai Richter ist neu berufen worden, um diesen Bereich zu erforschen. Gleichzeitig arbeiten die Forscher an einem KI-Modell zur Analyse von Rastertunnelmikroskop-Bildern mit einer beeindruckenden Genauigkeit von 99 Prozent.
Ein weiteres Beispiel für die Forschungsaktivitäten der TU ist das Projekt zur Messung von Luftschadstoffen, das um einen neuen Feinstaubsensor in der OpenBikeSensor-Initiative erweitert wurde. Der Fokus auf nachhaltige Technologien erstreckt sich darüber hinaus auch auf den Wasserstoff Campus Salzgitter, der von der TU und dem Fraunhofer IST betrieben wird.
Globale Herausforderungen und kulturelles Erbe
Die Diskussion über den Weltraumschrott hat nicht nur technische, sondern auch kulturelle Dimensionen. Wissenschaftler betonen, dass die Rückstände von Raumfahrtmissionen als kulturelles Erbe betrachtet werden sollten. Spiegel hebt hervor, dass der Weltraummüll in den Kontext des globalen Erbes aufgenommen werden sollte. Die Herausforderung besteht darin, wie dieses Erbe erhalten und gleichzeitig der Müll minimiert werden kann.
Die europäische Weltraumbehörde ESA plant unter anderem die Mission „ClearSpace-1“, um die umweltschädlichen Reste aktiv zu beseitigen. Gleichzeitig betont Pascal Faucher, Vorsitzender der EU Space Surveillance and Tracking Partnership, die Dringlichkeit, effektive Maßnahmen zur Überwachung und Beseitigung von Weltraummüll zu entwickeln. DGVN berichtet, dass hierbei eine internationale Zusammenarbeit und technologische Innovationen unabdingbar sind, um die Sicherheit im Weltraum zu gewährleisten.