Im neuen Ärztehaus in der Rathausstraße 40-42 in Wittenberge hat am 12. März die Rheumapraxis von Diana Iosub ihre Türen geöffnet. Die Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie hat damit einen wichtigen Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, nachdem sie zuvor im Krankenhaus in Kyritz tätig war und jüngst in die Region Prignitz gezogen ist. Mit ihrer Praxis füllt sie eine bedeutende Lücke in der medizinischen Versorgung vor Ort, insbesondere für Patienten mit rheumatischen Beschwerden, die zuvor weite Wege nach Kyritz, Neuruppin oder Berlin auf sich nehmen mussten, um ärztliche Hilfe zu erhalten. Antje Kranz von der Stadtverwaltung Wittenberge bezeichnet die Neueröffnung als echten Glücksfall für die Region. Die Rheumapraxis startet mit zwei Mitarbeiterinnen, die Iosub unterstützen werden.

Die Praxis ist barrierefrei zugänglich, was eine inklusive Versorgung der Patienten sicherstellt. Die Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr sowie Dienstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr. Am Freitag ist die Praxis von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Termine können vor Ort oder telefonisch unter 03877/56 40 16 0 sowie per E-Mail an info@rheumapraxis-wittenberge.de vereinbart werden. Dies wurde in einem Bericht von maz-online.de hervorgehoben.

Wichtige medizinische Versorgung in ländlichen Regionen

Die Eröffnung der Rheumapraxis ist besonders bedeutsam, da Rheuma eine Vielzahl von Erkrankungen umfasst, die den Stütz- und Bewegungsapparat betreffen, darunter auch Gelenke, Muskeln und Organe. In Deutschland leiden viele Menschen an rheumatologischen Erkrankungen, und die Diagnostik stellt oft eine Herausforderung dar. Diana Iosub, die ursprunglich aus Rumänien stammt und seit zehn Jahren in Deutschland lebt, bringt nicht nur ihre fachliche Kompetenz, sondern auch ihre Leidenschaft für die Medizin mit in die Praxis. In ihren zehn Jahren im Krankenhaus Kyritz hat sie einen umfassenden Erfahrungshorizont aufgebaut, von dem die Patienten in Wittenberge nun profitieren können.

Die Stadt Wittenberge hat sich intensiv für die Ansiedlung der Praxis eingesetzt, was auch von Bürgermeister Oliver Hermann und Stadtsprecher Martin Ferch positiv hervorgehoben wurde. Die Sanierung des historischen Ärztehauses, das ursprünglich 1911 als Augenklinik erbaut wurde, ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur. Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt hat insgesamt zwei Millionen Euro in dieses Projekt investiert, das seit November 2023 abgeschlossen ist und nun als Gesundheitszentrum fungiert.

Herausforderungen im ländlichen Raum

Die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung ländlicher Regionen sind nicht zu unterschätzen. Experten fordern neue Ansätze und Strukturen, um den Bedürfnissen der Bevölkerung besser gerecht zu werden. So wurde im Rahmen verschiedener Diskussionen über die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum auch das Konzept einer verbesserten Vernetzung von medizinischen Dienstleistern angesprochen, um die Zugänglichkeit zu erhöhen. Dazu gehört unter anderem die Integration von Telemedizin und mobilen Diensten. Der Arztmangel ist ein zentrales Thema, über das auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) spricht, um die Anpassung der Versorgungsstrukturen an die Bedürfnisse der Bevölkerung voranzutreiben, wie im Ärzteblatt beschrieben.

Mit der Eröffnung der Rheumapraxis in Wittenberge ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan, um die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in der Prignitz zu verbessern. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im ländlichen Raum weiter entwickeln wird, und welche weiteren Einrichtungen sich ansiedeln, um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu stärken.