In einem bedauerlichen Vorfall wurde kürzlich illegal entsorgter Müll am Wanderweg von Laiz nach Inzigkofen entdeckt. Laut schwaebische.de fanden aufmerksame Passanten zwei gelbe Säcke und drei Plastiktüten, die sichtbar neben einer Sitzbank, angelehnt an einen leeren Papierkorb, abgestellt worden waren. Eine Anwohnerin machte schließlich eine entscheidende Entdeckung: Im Müll befand sich eine Adresse des mutmaßlichen Verursachers.
Die Stadt Sigmaringen bestätigte, dass das gefundene Anschreiben tatsächlich zu einer Person geführt hat. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wurden jedoch keine spezifischen Angaben zur Person gegeben. Die illegale Müllentsorgung gilt als Ordnungswidrigkeit, und der oder die Verursacher können mit einem Verwarn- oder Bußgeldbescheid belegt werden.
Konsequenzen und Kosten der illegalen Müllentsorgung
Bei dieser Art der Ordnungswidrigkeit können die Bußgelder je nach Art und Menge des abgelagerten Mülls erheblich variieren. In Baden-Württemberg, wo sich Sigmaringen befindet, reichen die Bußgelder für illegale Müllentsorgung von 10 Euro für unbedeutende Produkte bis hin zu 500 Euro für größere Gegenstände bussgeldkatalog.org. Ein Beispiel: Für Bauschutt von bis zu einem Kubikmeter kann ein Bußgeld von 50 bis 250 Euro verhängt werden, während für über 200 kg und einem Kubikmeter die Strafe bis zu 2500 Euro betragen kann.
Die Pressesprecherin der Stadt, Anna-Lena Janisch, wies darauf hin, dass die Aufklärungsquote bei Müllsündern aufgrund personeller Ressourcen limitiert ist und meist nur bei größeren Mengen möglich ist. Die Stadt arbeitet daher eng mit dem Landratsamt sowie gegebenenfalls der Polizei zusammen, um die Verursacher zu identifizieren. Zuletzt gab es solche Ermittlungen im Jahr 2023. Die jährlichen Kosten für die Entsorgung von illegalem Müll in Sigmaringen belaufen sich auf etwa 7000 Euro, die überwiegend durch Lohnkosten im städtischen Bauhof entstehen.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Abfallwirtschaft
Die Müllentsorgung in Deutschland wird durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) geregelt, welches darauf abzielt, die Abfallwirtschaft zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten. Illegale Müllentsorgung wird nicht nur mit hohen Bußgeldern geahndet, sondern kann auch in anderen Teilen Deutschlands unterschiedlich behandelt werden. Die Bußgelder variieren erheblich von Bundesland zu Bundesland, mit Höchstbeträgen, die bis zu 50.000 Euro betragen können bussgeld-info.de.
Die Abfallwirtschaft umfasst neben der Beseitigung von Müll auch die Förderung von Abfallvermeidung und Recycling, was zentrale Ziele im Umgang mit unseren Ressourcen darstellt. Während jährliche Abfallaufkommen in Deutschland etwa 325 bis 350 Millionen Tonnen betragen, bleibt die Herausforderung, illegale Müllentsorgung zu verhindern und zu sanktionieren, ein wichtiges Anliegen für Gemeinden und Behörden.