Die bevorstehende Bundestagswahl am 23. Februar 2025 wirft einen Schatten auf die Lebensrealität vieler Menschen in Deutschland. Insbesondere die anhaltende Inflation sorgt für steigende Preise, die Familien und Mieter stark belasten. Wie SWR berichtet, sind die Mieten, Benzin und Lebensmittel teurer geworden – von der Regierung wird eine Entlastung gefordert.
Laura und Tim Fetzer aus Stuttgart-Plieningen sind von diesen Entwicklungen betroffen. Sie wohnen in einer 100 Quadratmeter großen Wohnung und zahlen etwa 1.500 Euro Miete, einschließlich Nebenkosten. Die hohe Miete belastet die Familie, die trotz eines überdurchschnittlichen Einkommens kein Eigenheim erwerben kann. Nebenkosten, insbesondere für Gas, haben sie bereits zu einer Nachzahlung von über 800 Euro gezwungen. Laura fordert gerade bei steigenden Lebenshaltungskosten den Kauf von Eigentum für junge Familien zu erleichtern oder Mietpreisbremsen zu verlängern.
Steigende Preise und ihre Ursachen
Die Inflation in Deutschland lag im Januar bei 2,3 Prozent, während die Mietpreise in Baden-Württemberg in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. So betrug der Anstieg der Nettokaltmiete im Jahre 2023 3,8 Prozent und im Jahr 2024 2,1 Prozent. Der durchschnittliche Mietpreis in Baden-Württemberg beläuft sich im Januar 2025 auf 10,37 Euro pro Quadratmeter, was einen Anstieg im Vergleich zum Beginn des Jahres 2023 darstellt.
Besonders in Städten wie Stuttgart, mit 14,49 Euro pro Quadratmeter, sind die Preise extrem hoch. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 8,68 Euro pro Quadratmeter. Faktoren, die zu den Preissteigerungen führen, sind unter anderem die Knappheit von Produkten aufgrund schlechter Ernten, wie z.B. bei Kartoffeln, sowie die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine, der die Energiepreise enorm angehoben hat. Gas- und Ölpreise sind gestiegen, was auch die Kosten für viele Produkte in die Höhe treibt, so Radio Köln.
Bau und Energiewende
Für die bevorstehenden Investitionen zur Senkung der Mietpreise wird auch eine Verbesserung der Baupraxis gefordert. Hohe Baukosten und ein Mangel an Fachkräften sind zentrale Herausforderungen. Neue Wohnungen werden hauptsächlich in größeren Städten gebaut, wo die Mietpreise schon heute unerschwinglich sind. Die komplexen Vorschriften für Klimaschutz und der bürokratische Aufwand verzögern Neubauten. Einige Parteien, darunter FDP, SPD, Grüne und CDU, sehen eine Lösung in einer verstärkten Bautätigkeit. Diese Ansätze könnten jedoch nur begrenzt Erfolg haben, solange die Baukosten steigen.
Schließlich ist die Unterstützung von Mietern in der Energiewende ein wichtiges Thema. Tim Fetzer betont, dass auch diese Gruppe Hilfen benötigt, um die finanziellen Belastungen aufgrund der steigenden Energiepreise zu bewältigen. Dies wird durch die Diskussion innerhalb der Gesellschaft um steigende Lebenshaltungskosten und Altersarmut belegt, bei der Leser die Politik dazu auffordern, Maßnahmen zu ergreifen. Besondere Vorschläge zur Verbesserung der Situation umfassen die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Öko-Lebensmittel.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die noch junge Bundesregierung stark gefordert ist, um den steigenden Lebenshaltungskosten entgegenzuwirken. Der anhaltende Anstieg von Mieten und Lebensmittelpreisen zeigt, dass Handlungsbedarf besteht – nicht nur für die aktuellen Wahlen, sondern auch für die künftigen Lebensbedingungen der Bürger. Weitere Informationen, wie die Preisentwicklung durch den Verbraucherpreisindex gemessen wird, können auf der Webseite des Statistischen Bundesamts abgerufen werden.