Im Rhein-Erft-Kreis, genauer gesagt in Bergheim-Niederaußem, hat ein unbekannter Täter in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Handwerkerfahrzeug aufgebrochen. Die Polizei fahndet nach den Verursachern und informiert über den Vorfall, der sich zwischen dem 19. und 20. Januar ereignete. Der Geschädigte hatte sein Fahrzeug gegen 19 Uhr an der „Alte Landstraße“ abgestellt.
Am Montagmorgen, gegen 6 Uhr, stellte er fest, dass die Heckscheibe eingeschlagen und das Schloss der Hecktür herausgerissen war. Diverse Werkzeuge wurden aus dem VW-Transporter entwendet. Der Geschädigte verständigte umgehend die Polizei, die Spuren am Fahrzeug sicherte und eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Diebstahls aus Kraftfahrzeugen fertigte. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange. Hinweise zu den Tätern können an das Kriminalkommissariat 21 unter 02271/81-0 oder via E-Mail gegeben werden, wie KSTA berichtet.
Zunahme von Fahrzeugdiebstählen
Der Vorfall in Bergheim fügt sich in einen besorgniserregenden Trend ein. Laut aktuellen Berichten des BKA ist die Zahl der Fahrzeugdiebstähle in Deutschland stark angestiegen. Im Jahr 2023 stiegen die Diebstahlzahlen um neun Prozent auf 15.924 gestohlene Pkw im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen von diesem Anstieg sind Großstädte wie Berlin und Hamburg sowie grenznahe Regionen in Ostdeutschland. Die Täter sind häufig Teil gut organisierter internationaler Diebesbanden.
Die Methoden, die bei dem Diebstahl von Fahrzeugen angewandt werden, sind nicht nur raffiniert, sondern auch technologisch fortgeschritten. Täter nutzen moderne Elektronik, wie Funkstreckenverlängerer, um Sicherheitssysteme zu umgehen. Ein beliebtes Werkzeug in dieser kriminellen Szene ist das „Gameboy-Tool“, das Einbrechern ermöglicht, sich schnell an die Autotür anzulernen und den Diebstahl rasch durchzuführen. Trotz der Kenntnis von Sicherheitslücken bei den Fahrzeugherstellern wurden bisher keine grundlegenden Änderungen vorgenommen.
Wirtschaftliche Auswirkungen und Prävention
Die erheblichen wirtschaftlichen Schäden durch Autodiebstahl belaufen sich im Jahr 2023 auf über 312 Millionen Euro, was einem durchschnittlichen Schaden von über 21.400 Euro pro Diebstahl entspricht. Experten warnen, dass diese steigenden Schäden auch zu höheren Kfz-Versicherungsprämien führen können. Besonders betroffen sind dabei Regionen, die eine hohe Diebstahlsquote aufweisen.
Um dem Problem entgegenzuwirken, benötigen Baumaschinenbetreiber wie Handwerker präventive Maßnahmen wie GPS-Ortungssysteme und Alarmanlagen. Branchenberichte zeigen, dass auch die Zahl der Diebstähle von Baumaschinen, wie Baggern und Kränen, zugenommen hat. Diese gestohlenen Maschinen werden häufig nach Osteuropa transportiert oder in Einzelteile zerlegt. Die Bekämpfung der Kriminalität erfordert die internationale Zusammenarbeit der Behörden, wobei deutsche Institutionen aktiv mit Europol und Interpol kooperieren.
Die Ermittlungen zur Aufklärung des Aufbruchs in Bergheim dauern an. Betroffene sind aufgefordert, bei verdächtigen Feststellungen die Polizei zu informieren, um derartigen Vorfällen in Zukunft entgegenzuwirken. Weitere Informationen zu diesem Thema bietet Presseportal und Tagesschau.