Im Jahr 2025 wird erwartet, dass Künstliche Intelligenz (KI) eine noch größere Rolle in der Medizin spielt. Die Technologie wird vor allem bei der Diagnose und Prognose von Krankheiten eingesetzt, insbesondere in der Krebsmedizin. So führt KI durch das Erkennen von Mustern in Tausenden von Fallbeispielen zu besseren Diagnosen. Dabei kommen Bilder aus verschiedenen bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie, MRT und Mikroskopie zum Einsatz, um Hautkrebs sowie Brust-, Darm-, Prostata- und Lungenkrebs zu diagnostizieren. Jedoch gibt es Bedenken bezüglich der mangelnden Transparenz dieser KI-Systeme, was zu Misstrauen bei den Ärzten führt. Sie können nicht nachvollziehen, wie die KI zu ihren Diagnosen kommt, wie tagesschau.de erläutert.

Besonders hervorzuheben ist die Arbeit von Titus Brinker vom Deutschen Krebsforschungszentrum, der an einer erklärbaren Diagnose-KI für Hautkrebs forscht. Diese Entwicklungen stehen unter dem Einfluss strenger europäischer Datenschutzrichtlinien, die die Nutzung von Patientendaten regulieren. Kritiker, wie Brinker, warnen davor, dass Datenschutz manchmal über den Patientenschutz gestellt werde.

Kraft der mRNA-Technologien und Gentherapie

Die Fortschritte in der Krebsbehandlung könnten durch die erwartete Einführung einer ersten mRNA-Therapie in Deutschland, die bis Ende 2025 möglich sein könnte, stark beeinflusst werden. Zukunftsforscherin Amy Webb prognostiziert, dass genau in diesem Jahr bedeutende Durchbrüche bei Krebsimpfstoffen durch mRNA-Technologien zu erwarten sind, wie mdr.de berichtet. Zudem wird an Gentherapien gegen Prionenerkrankungen wie Creutzfeld-Jacob geforscht, was neue Möglichkeiten in der medizinischen Behandlung eröffnet.

In der Tumortherapie spielt KI ebenfalls eine steigende Rolle. Die Chefärztin für Strahlentherapie, Ursula Nestle, hebt hervor, dass KI dazu beiträgt, Bestrahlungspläne in Echtzeit anzupassen. Dies führt sowohl zu einem Zeitgewinn als auch zu einer höheren Präzision der Behandlungen. Zudem wird ein KI-gestütztes Patienteninformationssystem entwickelt, welches den Patienten ermöglicht, gemeinsam mit den Ärzten fundierte Entscheidungen über mögliche Behandlungsoptionen zu treffen.

Ein Blick in die Zukunft: Klimaschutz und Quantencomputing

2025 wird auch als entscheidendes Jahr für den Klimaschutz angesehen, insbesondere aufgrund politischer Veränderungen wie den Neuwahlen in Deutschland und einem neuen US-Präsidenten. Experten der Internationalen Energie-Agentur prognostizieren, dass die globalen Treibhausgasemissionen ihren Höhepunkt erreichen könnten, was die Notwendigkeit effektiver Klimaanpassungsstrategien verstärkt, insbesondere in Regionen wie Asien, Lateinamerika, Afrika und dem Pazifik.

Zusätzlich könnte 2025 den Übergang von theoretischen Konzepten zu praktischen Anwendungen im Bereich der Quantencomputer einleiten. Aktuell sind Quantencomputer aufgrund der erforderlichen extrem niedrigen Temperaturen und speziellen Bedingungen noch nicht alltagstauglich. In Deutschland wird jedoch an mobilen Quantencomputern geforscht, unterstützt durch eine Investition von 35 Millionen Euro der Cyberagentur in Halle, was die technologische Entwicklung in diesem Bereich antreibt.

Insgesamt zeigen diese Entwicklungen, wie vielversprechend und dynamisch die Bereiche Medizin, Technologie und Umweltschutz in den kommenden Jahren sein könnten. Faktoren wie KI, personalisierte Medizin und die Anwendung von Quantencomputing könnten die Gesundheitsversorgung revolutionieren und eine Schlüsselrolle im Klimaschutz spielen. Die laufenden Forschungen und Entwicklungen werden dabei weiterhin von grundlegender Bedeutung sein, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu meistern.