Mecklenburg-Vorpommern

Schlamperei auf Malzfabrik-Gelände: Insolvenz der Villa Vitalia Gruppe enthüllt Müllkippe

Die rätselhaften Auswirkungen des Villa Vitalia Insolvenz auf Mecklenburg-Vorpommern

Die Insolvenz der Villa Vitalia in Mecklenburg-Vorpommern hat deutliche Spuren hinterlassen, insbesondere auf dem Gelände der alten Malzfabrik in Wismar. Die Anlage, die der Villa Vitalia Gruppe gehört, ist zu einem Ort des Verfalls geworden, voll von Müll und zerbrochenen Materialien. Die Gruppe, mit Wolfgang Röhr als Geschäftsführer, hatte Ende des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet, und das Verfahren wurde Anfang März am Amtsgericht Schwerin eröffnet.

Im Zuge der Insolvenz wurden verschiedene Gesellschaften der Villa Vitalia Gruppe aufgelöst, darunter Pflegedienste, Bau- und Sanierungsunternehmen. Die Bewohner des Seniorenparks „Wohnpark an den Eichen“ in Boizenburg mussten aufgrund des vorläufigen Insolvenzverfahrens der Villa Vitalia innerhalb weniger Tage neue Heimplätze finden.

Ein Projekt in Boizenburg, an dem 2000 Anleger mit fast 2,95 Millionen Euro beteiligt waren, wurde auf Eis gelegt. Die Ungewissheit über die Zukunft der geplanten Seniorenparks in Boizenburg und Brüsewitz, sowie die Entwicklung der alten Malzfabrik in Wismar, wirft Fragen auf.

Die Stadt Boizenburg steht vor Herausforderungen, die durch den Ausfall von Pflegeplätzen entstehen, während Brüsewitz und Wismar nach Informationen zur Fortführung der geplanten Projekte suchen. Die Insolvenz der Villa Vitalia Gruppe hat auch Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden und zeigt, dass die Folgen von Unternehmensinsolvenzen weitreichend sein können.

Lebt in Bremerhaven und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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