Rostock hat sein Engagement für soziale Unterstützung mit der Eröffnung neuer Nachbarschaftsregale weiter ausgebaut. In Lichtenhagen ist ein weiteres Regal an der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Thomas, Wolgaster Straße, eingeweiht worden. Dies ist bereits der vierte Standort für Nachbarschaftsregale in der Stadt.

Das Ziel dieser Initiative, die während der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde, ist der niedrigschwellige und solidarische Austausch von Ressourcen. In den Regalen können haltbare Lebensmittel, Kleidung, Spielsachen, kleinere Gebrauchsgegenstände sowie Hygieneprodukte getauscht werden. Der Austausch erfolgt direkt zwischen den Menschen, wodurch bürokratische Hürden oder Anträge entfallen, wie 0381 Magazin berichtet.

Weitere Standorte und deren Bedeutung

Ein weiteres Nachbarschaftsregal wurde kürzlich an der Frieda 23, im Kunst- und Medienzentrum in der Friedrichstraße 23, in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt eröffnet. Dieses Regal dient der Weitergabe und Mitnahme von gut erhaltenen, gebrauchten Dingen wie Kleidung, haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Spielartikeln und Werkzeug. Mit dem Motto „Geben, was man übrig hat, nehmen, was man braucht“ wird auch hier auf die Notwendigkeit dieser sozialen Angebote hingewiesen, wie Nordkurier hervorhebt.

In Rostock gibt es bereits mehrere Gabenzäune, die ebenfalls aus der Initiative während der Corona-Pandemie entstanden sind. Der erste Gabenzaun wurde 2020 in den Rostocker Wallanlagen initiiert und verfügt mittlerweile über einen festen Unterstand. Ein weiterer Gabenzaun befindet sich am Stadtteilbegegnungszentrum in der Südstadt. Beide Einrichtungen sind stark frequentiert und bieten offene, niederschwellige Hilfe an.

Die Gabenzaun-Initiative plant, weitere Nachbarschaftsregale einzurichten. Neueste Informationen besagen, dass ein Gabenzaun in Lichtenhagen vor der Kirchengemeinde in der Wolgaster Straße noch in diesem Monat eröffnet werden soll. Für das nächste Jahr sind zusätzliche Gabenzäune in Schmarl und Evershagen geplant, mit dem Ziel, in jedem Stadtteil von Rostock einen Gabenzaun zu etablieren.