Am Mittwoch steht ein brisantes Duell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und Hansa Rostock an. Anlass zur Besorgnis gibt es dabei bereits im Vorfeld, da sich die Ereignisse des 22. Februar weiterhin auf die Gemüter auswirken. Während die Polizei und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Vorfälle genau beobachten, wird die Situation von den Verantwortlichen beider Vereine ernst genommen. Aue hat von einem YouTube-Kommentar erfahren, in dem Hansa-Fans angedroht haben, Aue-Anhänger zu konfrontieren.
Besonders problematisch ist, dass Auer Fans bereits in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind, als ein Unterstützer einem Hansa-Radioreporter körperlich zusetzte. Dieser Vorfall führte zu einem Hausverbot für den betroffenen Aue-Fan, der sich anschließend bei einem Hansa-Mitarbeiter entschuldigte. Aue möchte die Situation klären, betrachtet sie jedoch nicht als übermäßig gefährlich. Knapp 600 Aue-Fans werden im Ostseestadion erwartet und die Hoffnung besteht, dass ihn Hansa Rostock aus den Vorfällen vom Februar gelernt hat.
Vorfälle der Vergangenheit
Die Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen sind nicht neu. Am 22. Dezember kam es ebenfalls zu gewaltsamen Übergriffen, als Hansa-Anhänger im Gästeblock den Fans von Dynamo Dresden zusetzten. Solche Vorfälle stellen ein ernstes Sicherheitsrisiko dar und legen offen, dass die Fan-Kultur in den Stadien oft von extremen Emotionen geprägt ist.
Ein Beispiel für die Gefährlichkeit von Pyrotechnik zeigt sich in den letzten Spielen, wo Hansa-Fans Leuchtraketen und andere pyrotechnische Mittel in Richtung des Gästeblocks einsetzten. Wie ZDF berichtet, wurden bei diesen Auseinandersetzungen insgesamt 53 Menschen verletzt, darunter 15 Polizeibeamte und mehrere Fans.
Sicherheitsbedenken und Konsequenzen
Die Sportministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, bezeichnete die Vorfälle als „abstoßend und schockierend“ und sprach sich deutlich gegen die Gefährdung unschuldiger Zuschauer, insbesondere Kinder, aus. Hansa-Trainer Daniel Brinkmann berichtete bewegend, dass sein Sohn im Stadion weinte vor Angst.
Auf diese Vorfälle reagierte der Verein um Vorstandsvorsitzenden Jürgen Wehlend und äußerte die Befürchtung, dass es möglicherweise zu einem Geisterspiel (einem Spiel ohne Zuschauer) kommen könnte. Anhaltende Ermittlungen des DFB haben ebenfalls zur Folge, dass das Thema Pyrotechnik verstärkt in den Fokus gerückt ist. Im deutschen Fußball gilt, dass der Umgang mit Pyrotechnik strengen Vorschriften unterliegt, die im Sprengstoffgesetz verankert sind. Ohne Genehmigung ist der Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen nicht gestattet und die Verletzung dieser Regel kann schwerwiegende strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wie Mimikama informiert.
Fans sind aufgerufen, sichere Alternativen zu nutzen, um ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. Der Einsatz von LED-Leuchten, Choreographien mit Tüchern oder Konfettikanonen könnte für ein unvergessliches Erlebnis sorgen, ohne die Sicherheit aller Anwesenden zu gefährden.
Die kommenden Tage werden zeigen, wie die Verantwortlichen der Vereine und der Sicherheitskräfte mit diesen Herausforderungen umgehen werden. Die Hoffnung bleibt, dass die Ereignisse der Vergangenheit eine Lehre sein können und ein positives Fußballerlebnis möglich ist.