Die Bundespolizei hat am 11. März 2025 eine umfassende Razzia gegen mutmaßliche Fußball-Hooligans in mehreren Bundesländern durchgeführt. Dies geschah im Zusammenhang mit einem gewaltsamen Übergriff auf einen Sonderzug, der Fans von Rot-Weiss Essen auf dem Weg zu einem Drittligaspiel gegen Hansa Rostock beförderte. Bei diesem Vorfall, der sich bereits am 26. Oktober des Vorjahres ereignete, wurden die Reisenden von über 200 vermummten Anhängern von Hansa Rostock überfallen, was zu erheblichen Sachschäden und mehreren Verletzten führte.
Die Razzia, die in den Städten Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern stattfand, mobilisierte etwa 440 Beamte, die 31 Verdächtige durchsuchen sollten. Im Rahmen der Maßnahmen wurden nicht nur Mobiltelefone und Computer sichergestellt, sondern auch gefährliche Gegenstände wie eine Handgranate in Rostock sowie zwei Kugelbomben in Essen, und Pyrotechnik an verschiedenen Einsatzorten beschlagnahmt. Der Gesamtschaden des Zuges betrug damals etwa 118.000 Euro, und es gab mehrere zerbrochene Waggonscheiben, während drei Personen leicht verletzt wurden. Die Bundespolizei ermittelt dabei wegen schwerem Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr.
Konkrete Vorwürfe und Verdächtige
Die Verdächtigen, die nun im Fokus der Ermittlungen stehen, sind größtenteils bereits als Gewalttäter im Fußball bekannt. Darüber hinaus sind auch einige rechtsextreme Straftäter unter ihnen. Die meisten von ihnen sollen sich gezielt zu der gewaltsamen Auseinandersetzung verabredet haben. Dies wird durch die Erkenntnisse der Ermittler untermauert, die daraufhin die Durchsuchungsbeschlüsse im Auftrag der Staatsanwaltschaft Neuruppin vollstreckten.
Die Maßnahmen der Bundespolizei sind nicht nur eine Reaktion auf den Vorfall im Oktober, sondern zielen auch darauf ab, ein starkes Zeichen gegen die Gewalt von Hooligans auf Bahnstrecken zu setzen. Die Polizei betont, dass solche Taten inakzeptabel sind und mit aller Härte verfolgt werden.
Reaktionen auf die Vorfälle
Nach dem Übergriff traten mehrere Aufsichtsräte von Hansa Rostock zurück, was die Notwendigkeit verdeutlicht, einen klaren Abstand zu den Gewalttaten zu schaffen. Auch der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel, äußerte sich und forderte deutliche Konsequenzen für die Täter. Hansa Rostock distanzierte sich zudem öffentlich von den Vorfällen und ermahnte zur Gewaltlosigkeit im und um den Fußball.
Diese Razzia ist offenbar der Auftakt zu weiteren Ermittlungen, die darauf abzielen, die Netzwerke der Hooligans zu enttarnen und zukünftige Übergriffe zu verhindern. Die Bundespolizei wird weiterhin eng mit den örtlichen Behörden zusammenarbeiten, um die Gewaltsituation im Fußball zu entschärfen und die Sicherheit aller Reisenden zu gewährleisten.
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