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Neues Kita-Gesetz in MV: Betreuungsschlüssel verbessert, Diskussionen entflammen

Das neue Kita-Gesetz in Mecklenburg-Vorpommern: Ein Schritt Richtung Verbesserung der Betreuungsqualität

Der Landtag in Schwerin hat nach intensiven Diskussionen das neue Kita-Gesetz verabschiedet. Die Schlüsseländerung betrifft den Betreuungsschlüssel, der von 1:15 auf 1:14 reduziert wird. Diese Neuerung zielt darauf ab, die Betreuung von Vier- bis Sechsjährigen zu verbessern. Zudem sollen Fachkräfte durch Assistentinnen entlastet werden, die bei ausreichender Berufserfahrung zukünftig auch kleinere Gruppen in Randzeiten betreuen können. Darüber hinaus gibt es eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für angehende Erzieherinnen und Erzieher um mehr als 100 Euro pro Monat, um den Zustrom von Schulabgängern in die Erzieherausbildung zu fördern.

Das Gesetz wurde mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von SPD und Linke verabschiedet, während sich die Grünen der Abstimmung enthielten. Die Oppositionsparteien AfD, CDU und FDP, die umfangreichere Änderungen forderten, stimmten gegen das neue Gesetz. Verschiedene Änderungsanträge erhielten in der abschließenden Abstimmung keine Mehrheit, darunter der Vorschlag der CDU, den Betreuungsschlüssel auch in Krippen und Horten ab September zu senken.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verteidigte die Entscheidung, die Bundesmittel zur Verbesserung der Kita-Angebote zu nutzen, um die Abschaffung der Elternbeiträge in Mecklenburg-Vorpommern zu finanzieren. Die beitragsfreie Kita sei eine entscheidende familienpolitische Maßnahme gewesen und trage wesentlich zur hochwertigen Bildung für alle Kinder von Anfang an bei. Die Opposition kritisierte hingegen die Auswirkungen der Beitragsfreiheit auf die Betreuungsqualität in den Kitas und forderte weitreichendere Verbesserungen.

Die Bildungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern stand abermals im Fokus, als die Landtagsdebatte über das neue Kita-Gesetz stattfand. Die Diskussion drehte sich vor allem um die notwendigen Schritte zur nachhaltigen Verbesserung der Betreuungsqualität in den Kitas des Landes. Trotz des positiven Ausbaus der Kita-Plätze und der gestiegenen Investitionen in die Kinderbetreuung bleibt die Herausforderung bestehen, genügend Fachkräfte zu gewinnen und die Arbeitsbedingungen attraktiver zu gestalten.

Lebt in Bremerhaven und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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