Mecklenburg-Vorpommern

Krankenhausreform auf GMK kritisiert: Haltung des Bundes gefordert

"Unklarheiten und Optimierungspotenziale: Kritik an Krankenhausreform-Gesetzentwurf"

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hat einhellige Kritik am Verfahren und den zentralen Inhalten des Gesetzentwurfs zur Krankenhausreform geübt. Die Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer aus Hamburg, Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi aus Niedersachsen und Gesundheitsministerin Stefanie Drese aus Mecklenburg-Vorpommern sehen die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit von Bund und Ländern, um eine erfolgreiche Krankenhausreform zu erreichen.

In ihren Stellungnahmen fordern die Vertreter der drei Länder Anpassungen im Gesetzentwurf, um die Behandlungsqualität für die Patienten zu verbessern. Besondere Herausforderungen sehen sie in der Krankenhausplanung, die nicht als standardisierte Lösung, sondern mit Blick auf lokale Gegebenheiten betrachtet werden sollte. Zudem besteht Optimierungspotenzial bei der Finanzierung, insbesondere im Hinblick auf regionale Unterschiede und spezialisierte Versorgungsangebote.

Ein zentraler Kritikpunkt der Länder betrifft die Abgrenzung von stationären und ambulanten Leistungen sowie die Ausgestaltung von sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen. Die Länder sehen weiteren Klärungsbedarf bei Ausnahmeregelungen und fordern eine stärkere Berücksichtigung der unterschiedlichen Krankenhauslandschaft in den Bundesländern.

Die Forderungen nach mehr Flexibilität und Vertrauen in die Länder sowie der Erhalt der verfassungsrechtlichen Krankenhausplanungshoheit stehen im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Länder Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern betonen die Notwendigkeit einer gemeinsamen und transparenten Gestaltung der Krankenhausreform, um eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Lebt in Bremerhaven und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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