Am 24. Februar 2025 ist die Bundestagswahl zu Ende gegangen, und die Union hat diese mit einem signifikanten Wahlsieg für sich entschieden. Laut Merkur wird die Union voraussichtlich den nächsten Kanzler stellen, wobei Friedrich Merz als möglicher Kandidat gehandelt wird. Die Union erzielte 28,6 Prozent der Stimmen und sicherte sich damit 208 Sitze im Bundestag, was eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 24,1 Prozent bei der vorherigen Wahl 2021 darstellt.

Die AfD konnte ihr Ergebnis verdoppeln und erreichte 20,8 Prozent, womit sie in allen fünf ostdeutschen Flächenländern die stärkste Kraft wurde. In Mecklenburg-Vorpommern erhielt die Partei laut Tagesschau 35,0 Prozent, während sie in Sachsen-Anhalt 37,1 Prozent erreichte. Diese Erfolge wurden von Tino Chrupalla, dem AfD-Bundessprecher, als Grundlage für die Bildung einer Regierung in den ostdeutschen Ländern bezeichnet.

Wahlergebnisse im Überblick

Partei Ergebnis (%) Sitze
Union 28,6 208
AfD 20,8 152
SPD 16,4 120
Grüne 11,6 85
Linke 8,8 64
FDP 0
BSW 0

Die SPD erzielte mit 16,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl und wird weiterhin mit internen Herausforderungen konfrontiert. Anke Rehlinger, stellvertretende SPD-Chefin, erklärte, dass die Partei bereit sei, Gespräche mit der Union aufzunehmen, jedoch eine solide Grundlage für solche Gespräche benötige. Diese Ansichten wurden in einem Kontext geäußert, in dem die FDP und das Bündnis Sahra Wagenknecht an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten und nicht in den Bundestag einziehen konnten.

Reaktionen und Ausblick

Der Wahlkampf, der stark auf Migrationsthemen fokussiert war, endete mit einer Wahlbeteiligung von 83,0 bis 83,1 Prozent, dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Der neue Bundestag wird 630 Sitze haben, was mehr als 100 Sitze weniger ist als im vorherigen Bundestag. Karl Lauterbach verteidigte in seinem Wahlkreis mit 33,9 Prozent seinen Platz und zeigte sich als einer der Verlierer giltdessen Alice Weidel, die zwar ihren Stimmenanteil verdoppeln, jedoch nicht ihren Wahlkreis gewinnen konnte.

Auch die Grünen sahen einen Rückgang und fielen auf 11,6 Prozent, während die Linke sich auf 8,8 Prozent verbessern konnte. Währenddessen forderte Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die als mögliche neue Vorsitzende der FDP gilt, eine thematische Neuorientierung der Partei, während das Zentralkomitee der deutschen Katholiken einen Kanzler verlangt, der eint und europäisch denkt.

Die nächsten Schritte zur Regierungsbildung sind bereits im Gange; Jens Spahn, Unions-Fraktionsvize, kündigte an, dass Koalitionsgespräche mit der SPD möglicherweise noch in dieser Woche beginnen könnten. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Ampelkoalition verloren gegangen sei, erscheint es für die Union wichtig, Themen wie Migration und Wirtschaftswachstum im Dialog mit den anderen Parteien anzugehen. Für viele stellt sich nun die Frage, wo die politische Reise Deutschlands hinführen wird.