Ein maskierter Mann überfiel am Freitagabend einen Supermarkt in Olfen, Münsterland. Der Überfall ereignete sich gegen 21 Uhr im REWE-Markt an der Bilholtstraße. Der Täter betrat den Laden und ging direkt zum Kassenbereich, wo er eine Mitarbeiterin mit einer Schusswaffe bedrohte. Er forderte sie auf, sich von der Kasse zu entfernen, bevor er selbst das Bargeld aus der geöffneten Kasse entnahm und anschließend zu Fuß in unbekannte Richtung flüchtete. Die Höhe des erbeuteten Geldes ist bislang unklar.

Die Polizei reagierte umgehend auf den Überfall und setzte einen Hubschrauber zur Fahndung nach dem maskierten Täter ein. Trotz intensiver Suche blieb der Erfolg zunächst aus. Laut der Beschreibung ist der Verdächtige männlich, zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß und hat eine schlanke Statur. Zum Zeitpunkt des Überfalls trug er eine schwarze Jacke, eine schwarze Hose und einen schwarzen Rucksack. Die Polizei Lüdinghausen bittet um Hinweise und ist unter der Telefonnummer 02591/7930 erreichbar. Dewezet berichtet über die Details des Vorfalls.

Tatverdächtige und Kriminalität im Allgemeinen

Der aktuelle Vorfall reiht sich in einen besorgniserregenden Trend ein, der in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2023 deutlich wird. Insgesamt stieg die Zahl der erfassten Straftaten in Deutschland um 5,5 % von 5.628.584 Fällen im Jahr 2022 auf 5.940.667 Fälle. Dies stellt die höchsten Fallzahlen seit 2016 dar. Die Aufklärungsquote lag im Jahr 2023 bei 58,4 %, was einen leichten Anstieg von 1,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr darstellt. BKA informiert über die Hintergründe.

Insbesondere die Gewaltkriminalität hat besorgniserregende Ausmaße erreicht. So wurden 2023 214.099 Fälle von Gewaltkriminalität registriert, der höchste Stand seit 2007. Die Anzahl tatverdächtiger Personen in diesen Fällen stieg um 6,9 % auf 190.605. Auch die Kriminalität unter Jugendlichen und Kindern zeigt einen alarmierenden Trend: 4,6 % der Tatverdächtigen waren unter 14 Jahre, während der Anteil der Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren bei 9,2 % lag. Diese Zahlen verdeutlichen einen besorgniserregenden Anstieg der Kriminalität, der durch verschiedene Faktoren wie eine erhöhte Mobilität nach dem Wegfall der Covid-19-Beschränkungen sowie wirtschaftliche und soziale Belastungen, insbesondere durch Inflation, beeinflusst wird.